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Vier Schritte für ein effektives Krisenmanagement bei Unwetterkatastrophen

Schneestürme, Überflutungen und sogar Tornados bringen das Leben in Deutschland streckenweise zum Stillstand. Bei Unwetterkatastrophen müssen Unternehmen, Organisationen und Behörden die Sicherheit von Mitarbeitern und Bürgern gewährleisten und den Geschäftsbetrieb so gut wie möglich aufrechterhalten. Everbridge, Spezialist für Critical Event Management (CEM), erläutert die vier wichtigsten Schritte für ein effektives Krisenmanagement.

Der heftige Wintereinbruch hielt Anfang des Jahres Süddeutschland fest im Griff. Mehrere Landkreise riefen Katastrophenalarm aus, Schulen und Behörden blieben tagelang geschlossen, Bewohner wurden aufgefordert, daheim zu bleiben. Bereits jetzt warnen Experten, dass die Schneeschmelze im Frühsommer bei gleichzeitig heftigen Regenfällen zu Überschwemmungen führen kann. Aber auch Tornados sind hierzulande keine Seltenheit, die Wirbelstürme schlagen Schneisen in Wälder, zerstören Häuser oder ganze Ortschaften. Abgesehen von der Bedrohung für die öffentliche Sicherheit richten die Naturgewalten alleine schon erhebliche finanzielle Schäden an. Kommt es durch extreme Wetterereignisse zu Ausfällen in der IT oder Störungen bei der Lieferkette, stehen Unternehmen schlimmstenfalls komplett still. Unterbrechungen machen sich heute wegen immer enger getakteter Geschäftsprozesse rasch bemerkbar.

Daher wird es immer wichtiger, dass sowohl der öffentliche als auch der private Sektor im Ernstfall richtig reagieren und folgende Schritte für ein effektives Krisenmanagement bei Naturkatastrophen einhalten.

1. Sammeln und Auswerten von Informationen
Unternehmen und Behörden sollten sämtliche für Krisensituationen und Notfälle relevanten Informationen zentral sammeln. In diese zentrale Stelle fließen Daten zu den Aufenthaltsorten von Mitarbeitern, aus Anwendungen zur Überwachung von Gebäuden und IT-Systemen, aber auch aus öffentlich verfügbaren Quellen wie Unwetterwarnungen, Verkehrsinformationen oder Polizeikanälen in den Sozialen Medien ein. Eine Zusammenstellung vertrauenswürdiger Informationsquellen ist unerlässlich, nur so kann das Krisenteam gerade bei unberechenbaren Naturkatastrophen überhaupt richtig reagieren und Menschen aus Gefahrenbereichen bringen und nicht versehentlich hinein.

2. Schlüsselpersonen definieren
In einer Krisensituation müssen die betroffenen Personen schnell lokalisiert und idealerweise über eine automatisierte Kommunikation gewarnt werden. Die Krisenkommunikation umfasst die gefährdete Bevölkerung, Mitarbeiter in den betroffenen Regionen, Notfall- und Rettungsdienste sowie Personen, die Hilfe leisten können, etwa weil sie gerade in der Nähe sind, sich mit dem konkreten Problem auskennen oder zum festgelegten Incident Response Team gehören. Darüber hinaus kann es notwendig sein, andere Stakeholder wie etwa den CEO eines Unternehmens zu informieren.

3. Gegenmaßnahmen ergreifen
Das A und O ist nach wie vor die saubere Definition von Reaktionsmaßnahmen in Notfallplänen. Diese Notfallpläne legen Verantwortlichkeiten fest und beschreiben meist in Form von Wenn-dann-Szenarien detailliert die einzelnen Schritte, Maßnahmen und Verfahren. Sinnvoll ist es, für unterschiedliche Notfälle Checklisten zu erstellen und einzuüben, damit die Mitarbeiter genau wissen, was zu tun ist. Die definierten Abläufe werden idealerweise von einem Workflow-System automatisiert abgearbeitet, dabei ist der Einsatz vorbereiteter Templates empfehlenswert. Werden beispielsweise Nachrichten an die betroffenen Personen erst im Ernstfall aufgesetzt, geht nicht nur wertvolle Zeit verloren – es besteht auch die Gefahr, dass unter Druck Fehler passieren. Um eine größtmögliche Reichweite zu gewährleisten, sollte die Kommunikation zudem über mehrere Kanäle, ob nun SMS, E-Mail oder Sprachnachricht, erfolgen.

4. Maßnahmen und Ergebnis auswerten
Ist tatsächlich eine Krisensituation eingetreten, sollten Unternehmen oder Behörden im Anschluss die getroffenen Maßnahmen analysieren: Was lief gut? Was hätten wir besser machen können? Mit diesem Wissen wird das Krisenmanagement bei künftigen Naturkatastrophen oder in anderen Krisensituationen kontinuierlich verbessert.

„Mit der zunehmenden Vernetzung von Industrien können Naturkatastrophen vielmehr Branchen Schaden zufügen, als auf den ersten Blick zu erkennen ist. Dieser finanzielle Schaden, verursacht durch eine Betriebsunterbrechung, ist oft größer als der reine Sachschaden, der durch das Unwetter oder andere kritische Ereignisse entstanden ist“, erklärt Andreas Junck, Director of Sales DACH bei Everbridge. „Mit einer integrierten Plattform für Critical Event Management können Unternehmen und Behörden die genannten Schritte optimal abbilden und umsetzen. Eine solche Plattform liefert den Verantwortlichen eine ganzheitliche Sicht auf die relevanten Informationen, unterstützt sämtliche Abläufe ohne Medienbrüche und automatisiert die nötigen Workflows.“

Foto: pixabay

 

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