Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110

Deutschland führend bei IoT-Sicherheit

Ob Smart TVs, vernetzte Drucker, Mediaboxen oder Sicherheitskameras – immer mehr deutsche Haushalte schaffen sich vernetzte Geräte an. Dabei haben 43,6 Prozent der Heimnetzwerke fünf oder mehr Geräte und 5,2 Prozent sogar zehn oder mehr Geräte mit dem Internet verbunden. Viele Anwender sorgen sich jedoch um ihre Privatsphäre und fürchten Hacker-Attacken.

Dabei schneidet Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern sehr gut ab: Nur 16,7 Prozent der Haushalte besitzen ein verletzliches Gerät, welches also entweder einen schwachen Passwortschutz oder eine Sicherheitslücke in der Software hat. Zum Vergleich: Weltweit besitzen über ein Drittel der vernetzten Haushalte mindestens ein verwundbares Gerät, Indien führt mit über 50 Prozent die Liste der verwundbarsten Smart Homes an.

Das zeigt der Avast Smart Home Report 2019, der Daten von 16 Millionen Smart-Home-Netzwerken und 56 Millionen gescannten Geräten weltweit beinhaltet. Diese Daten stammen aus Scans, die von Avast-Nutzern von ihren Rechnern mit dem Avast WiFi Inspector im September vergangenen Jahres durchgeführt wurden.

„Die Deutschen haben grundsätzlich ein großes Sicherheitsbedürfnis. Der Schutz ihrer Daten ist ihnen sehr wichtig, weshalb viele darauf achten, Standardpasswörter zu ändern und zu aktualisieren. Diese Vorsicht spiegelt sich natürlich auch in der Nutzung von Smart-Home-Geräten wider. Anwender in Deutschland überlegen sich gut, ob und welches Gerät sie sich von welchem Hersteller anschaffen, denn sie wollen ihre Daten nur an vertrauenswürdige Anbieter übermitteln. Es ist für Hersteller deshalb essenziell, das Vertrauen der potenziellen Käufer zu gewinnen“, erklärt Luis Corrons, Sicherheitsexperte bei Avast.

Aufgrund der steigenden Nachfrage stehen viele Hersteller jedoch unter dem Druck, die intelligenten Geräte schnell und zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt zu bringen. Daher werden Sicherheitsanforderungen oft vernachlässigt. Weltweit liegt der Durchschnitt der Smart-Home-Haushalte, die mindestens ein verwundbares und für Cyberangriffe verwundbares Gerät besitzen, bei 40,8 Prozent.

In Deutschland sind die folgenden Geräte statistisch gesehen am verletzbarsten und daher mit besonderer Vorsicht zu genießen: Netzwerkgeräte (31,2 Prozent), Drucker (29 Prozent), Netzwerkspeicher (21 Prozent), Sicherheitskameras (11,6 Prozent) und Set-Top-Boxen (2,5 Prozent). Den vollständigen Report gibt es hier.

Im internationalen Vergleich nutzen in Deutschland die wenigsten Anwender unsichere IoT-Geräte. Das ist zwar gut, aber Entwarnung kann auch hier noch lange nicht gegeben werden.

Quelle: Avast

Passende Artikel
Zeitschrift IT-SICHERHEIT
98,00 €

Preis für Jahresabonnement Inland