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Digitaler Ausweis in Deutschland hoch im Kurs

Die Mehrheit der Deutschen würden gerne auf die klassische Brieftasche verzichten und wichtige Dokumente wie Personalausweis, Führerschein, Gesundheitskarte etc. lieber digital mitführen.

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Eine digitale Illustration eines futuristischen digitalen Ausweises, bestehend aus miteinander verbundenen blauen Linien und Punkten auf dunkelblauem Hintergrund. Die Karte verfügt über ein Profilsymbol und ein QR-Code-Design, das digitale Daten und Technologie repräsentiert.
Foto: ©AdobeStock/pickup

Die Mehrheit der Deutschen würden gerne auf die klassische Brieftasche verzichten und wichtige Dokumente wie Personalausweis, Führerschein, Gesundheitskarte etc. lieber digital mitführen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Bitkom, die im Vorfeld des eIDAS-Gipfels am 15. Juni durchgeführt wurde.

Ein Leben ohne physisch mitgeführte Brieftasche – für viele Deutsche eine attraktive Vorstellung: Sechs von zehn Bundesbürgerinnen und -bürgern (60 Prozent) würden ein Digital Identity Wallet, das beispielsweise auf ihrem Smartphone gespeichert ist, klar favorisieren. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren im Auftrag des Digitalverbands Bitkom. Eine Digital Identity Wallet ist eine virtuelle Brieftasche, in der die Identitätsnachweise und -karten digital gespeichert und abrufbar sind. „Die meisten Menschen in Deutschland haben genug von Papierkram und Zettelwirtschaft. Von heute auf morgen nutzten in der Corona-Pandemie rund zwei Drittel der Deutschen digitale Impfzertifikate und Apps zur Kontaktnachverfolgung. Das beweist, wie schnell sich digitale Anwendungen durchsetzen können, wenn es einfach geht und der unmittelbare Nutzen groß ist. Anderswo ist man schon deutlich weiter. Länder wie Dänemark machen uns vor, wie sich Bürgerinnen und Bürger einfach, sicher und vertrauensvoll gegenüber Behörden, in der Arztpraxis oder bei anderen Stellen digital identifizieren können“, so Bitkom-Präsident Achim Berg.

Auch Bedenkenträger bilden eine starke Fraktion

Auch wenn das Interesse groß ist – ein gutes Drittel (35 Prozent) steht der ID-Wallet skeptisch gegenüber. Dabei geht es vor allem um Aspekte des Vertrauens und der Sicherheit. 63 Prozent derjenigen, welche das Wallet nicht nutzen wollen, sind besorgt, dass Dritte ihre Daten missbrauchen. 57 Prozent haben Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und 53 Prozent machen sich Sorgen um den Datenschutz der Anwendung. Berg: „Die Sensibilität für IT-Sicherheit und Datenschutz ist in Deutschland bekanntermaßen besonders hoch. Was die Menschen wissen sollten: Eine Digital Identity Wallet ist viel sicherer als eine herkömmliche Brieftasche, die man an jeder Straßenecke verlieren kann. Dagegen verschlüsselt und schützt die ID-Wallet sensible persönliche Daten und teilt diese nur autorisiert mit befugten Stellen.“

Weitere Vorbehalte gegen die Digital Identity Wallet drehen sich um die Sorge, an der praktischen Anwendung zu scheitern. 30 Prozent derjenigen, die eine ID-Wallet nicht nutzen wollen, haben Angst, etwas falsch zu machen. 24 Prozent besitzen nach eigener Einschätzung kein geeignetes Gerät, etwa ein technisch recht aktuelles Smartphone. 20 Prozent kennen sich ihrer Ansicht nach zu wenig mit digitalen Dingen aus.

eIDAS Summit rund um Digital Trust & Identity

Das Ökosystem rund um elektronische Identifizierungsmittel und Vertrauensdienste und die sich daraus ergebenden Chancen für Verwaltung, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger sind Thema des eIDAS Summit des Bitkom. Die Konferenz rund um Digital Trust & Identity bringt am 15. Juni 2022 Spezialistinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft und Technologie zu einem digitalen, branchenübergreifenden und interaktiven Austausch zusammen. Das Programm umfasst interaktive Workshops, Keynotes, Best-Practice-Beispiele und konkrete Handlungsempfehlungen aus der ganzen EU.

Der Bitkom-Präsident, Achim Berg.
Foto: Bitkom

Bitkom-Präsident Achim Berg

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