Digitalthemen, die kleine Unternehmen 2022 beschäftigen werden

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© Adobe Stock/sokhamphou

Nachhaltiges Handeln, Datenschutz und neue EU-Vorgaben für den E-Commerce: Mit diesen Themen sollten sich kleine Unternehmen in diesem Jahr verstärkt auseinandersetzen.

Wie gut sind sensible Informationen vor Cyberbedrohungen und datenhungrigen Anbietern geschützt? Verändert das neue EU-Gesetz über digitale Märkte die Spielregeln im Online-Handel? Und welche Rolle spielt nachhaltiges Handeln in der Online-Welt? STRATO wirft einen Blick auf die kommenden Monate.

Datensicherheit und Datenschutz bleiben oberstes Gebot

Jedes Unternehmen, unabhängig von Größe und Branche, ist ein mögliches Ziel von Cyberangriffen. Die wirtschaftlichen Folgen sind oft gravierend und reichen von Störungen im Geschäftsbetrieb über den Verlust wichtiger Daten bis hin zum kompletten Stillstand. Zuletzt hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) wegen einer kritischen Schwachstelle in der weit verbreiteten Java-Bibliothek „log4j” die höchste Warnstufe ausgerufen. Viele Online-Dienste weltweit waren von dieser Schwachstelle betroffen, was einmal mehr die Dringlichkeit des Themas Datensicherheit unterstreicht. Grundsätzlich gilt: Je mehr Daten verarbeitet und gespeichert werden, umso höher ist das Risiko, dass Kriminelle sensible Informationen abschöpfen und missbrauchen. Auch kleine Firmen und Selbstständige sind beliebte Ziele für Hacker. Darum muss diese Gruppe besonders auf den Schutz der eigenen, aber auch der Kundendaten achten.

Neben technischer Datensicherheit spielt weiterhin Datenschutz im rechtlichen Sinne eine zentrale Rolle. Unternehmen, welche die Vorteile von Cloud-Diensten wie einer gemeinsamen Online-Festplatte nutzen möchten, sollten sich daher mit der Frage nach dem Standort des Anbieters auseinandersetzen. Die großen US-amerikanischen Anbieter unterliegen dem Cloud Act und sind damit zur Herausgabe von Daten verpflichtet, wenn US-Behörden diese einfordern. Die Regelung gilt auch für Daten, die außerhalb der USA gespeichert sind. Um Cloud-Daten vor diesen Zugriffen zu schützen, sollte man daher heimische Provider in Betracht ziehen, die auf Datenschutz nach DS-GVO und europäische Rechenzentren setzen.

Neue EU-Spielregeln im E-Commerce

Kleine Händler konkurrieren beim Online-Shopping mit den globalen Schwergewichten im Markt. Jeder zweite Euro, den die Deutschen im Netz ausgeben, landet laut dem HDE-Online-Monitor 2021 bei Amazon. Die großen Marktplätze beherrschen aber nicht nur in puncto Umsatz das E-Commerce-Segment, sie diktieren auch die Konditionen für ihre Kunden, also die Online-Händler. Mit dem Gesetz über digitale Märkte (oder „Digital Markets Act“), das die EU-Kommission gerade auf den Weg gebracht hat, soll die Macht der sogenannten Gatekeeper beschränkt werden. Darunter fallen Internetplattformen mit einem Umsatz von mehr als 6,5 Milliarden Euro im Jahr und einer Marktkapitalisierung von über 65 Milliarden, die wie „Türsteher“ die Zugangsbedingungen für ihre Händler und Verbraucher bestimmen. Das neue Gesetz will den Konzernen bestimmte Verhaltensweisen verbieten, die einen fairen Wettbewerb behindern. Für Online-Händler sind die großen Plattformen der Gatekeeper häufig ein wichtiges Standbein, um die eigenen Produkte im Binnenmarkt anzubieten. Sie können sich daher auf einen leichteren Zugang und bessere Bedingungen freuen.

Nachhaltiges Handeln stärker im Fokus

Nachhaltigkeit ist das Schlagwort des 21. Jahrhunderts und längst nicht mehr nur für Großunternehmen relevant. Auch kleinere Firmen nehmen ihren Einfluss auf die Umwelt immer ernster – aus gutem Grund, denn auch viele Kunden achten bei ihren Kaufentscheidungen verstärkt auf nachhaltiges Handeln. Es gibt für Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, den eigenen ökologischen Fußabdruck zu verbessern – von der Nutzung von Ökostrom über Recycling bis hin zur Förderung nachhaltiger Mobilitätslösungen. An manchen Stellschrauben, zum Beispiel in der Lieferkette, lässt sich allerdings nur schwer selbst drehen, weshalb Unternehmen „grüne“ Dienstleister in den Blick nehmen sollten. Ist beispielsweise der Webhoster klimaneutral, ist ein nachhaltig aufgestellter Online-Auftritt garantiert.

„Durch die Corona-Krise hat die digitale Transformation in deutschen Unternehmen an Fahrt aufgenommen. Nicht nur große, sondern auch kleine Firmen beschäftigen sich verstärkt mit Digitalisierungsthemen wie Online-Shop, Social-Media-Marketing oder mobiler Zahlung. Sie kommen damit den Ansprüchen und Erwartungen ihrer Kunden nach, die vernetzt, gut informiert und digital anspruchsvoll sind“, erklärt Claudia Frese, CEO der STRATO AG. „Gerade kleine Unternehmen verfügen aber nur über beschränkte Ressourcen und haben oftmals Berührungsängste oder Bedenken bezüglich der eigenen Digitalkompetenz. Sie brauchen deshalb einfache, schnell umzusetzende Lösungen nach dem Baukastenprinzip, die ihnen der Markt auch bietet. Bei Bedarf werden bei diesen Lösungen weitere Services wie Marketingtools, Cyberabwehr oder eine rechtssichere E-Mail-Archivierung einfach hinzugebucht.“

© Strato

Claudia Frese, CEO der STRATO AG

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