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Misstrauen im Umgang mit Daten bremst Technologiewandel

Verbraucher verlangen digitale Innovation, aber mehr als die Hälfte ist unsicher, wer Zugang zu persönlichen Daten hat.

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©AdobeStock/Daniel-Berkmann

Es existiert eine tiefe Kluft zwischen dem digitalen Interesse der Konsumenten und ihrem Vertrauen in die Verwendung ihrer Daten: Verbraucher verlangen digitale Innovation, aber mehr als die Hälfte ist unsicher, wer Zugang zu persönlichen Daten hat. Das könnte Potenziale untergraben, die für den technologischen Fortschritt unerlässlich sind.

Mehr als die Hälfte (59 Prozent) der deutschen Konsumenten weiß nicht, wer Zugriff auf ihre persönlichen Daten hat und wie sie verwendet werden. Dennoch hat die Mehrheit Interesse an digitalem Fortschritt. 53 Prozent der befragten Deutschen (58 Prozent in Europa) glauben, dass Technologie zum digitalen Fortschritt Deutschlands beitragen kann, indem sie neue Arbeitsplätze schafft, und 63 Prozent (68 Prozent in Europa) wünschen sich Investitionen in technologische Innovationen, um unsere Welt nachhaltig zu beeinflussen. Das sind Ergebnisse einer neuen Studie von VMware unter mehr als 6.000 europäischen Verbrauchern, davon 1.030 aus Deutschland.

33 Prozent der deutschen Befragten (47 Prozent der europäischen) räumen demnach ein, dass die Einführung neuer Technologien unangenehm oder beängstigend sein kann, sind aber dennoch der Meinung, dass sie für die Verbesserung des Wohlergehens der Bürger und der Gesellschaft notwendig sind – ein Viertel hingegen ist anderer Meinung (16 Prozent in Europa).

Die Studienergebnisse machen jedoch auch deutlich, dass Regierung und Industrie wichtige Schritte unternehmen müssen, damit Konsumenten auf die gemeinsame Nutzung von Daten vertrauen können, um die Möglichkeiten der Digitalisierung voranzutreiben. Fast die Hälfte (45 Prozent) der Bürgerinnen und Bürger macht sich zunehmend Sorgen um die Sicherheit ihres digitalen Fußabdrucks im Internet (im europäischen Vergleich sind es mehr: 58 Prozent). Dagegen sind mehr als die Hälfte, nämlich 57 Prozent (72 Prozent in Europa) besorgt über die Rolle von Technologie bei der Verbreitung von Fehlinformationen. 32 Prozent (48 Prozent in Europa) fürchten, dass Unternehmen tracken, was sie auf ihren Geräten tun. Darüber hinaus sind nur 12 Prozent der deutschen Konsumenten (10 Prozent der Europäer) der Meinung, dass Unternehmen und Regierungen offen kommunizieren, welche Technologien sie verwenden und wie sie diese nutzen.

„Wir sind an einem entscheidenden Punkt angelangt, an dem technologische Innovationen und digitale Erfahrungen unser Leben, unsere Wirtschaft, unsere Gesellschaft und unseren Planeten positiv beeinflussen können. Aber es mangelt an Bewusstsein für die Art von Daten, die benötigt werden, um diesen Fortschritt voranzutreiben. Die Konsumenten sind misstrauisch. Die meisten Menschen erfahren aus den Nachrichten von Cyberattacken, Datenmissbrauch und Datenpannen, kaum aber von technologischem Fortschritt, den wir in der Medizin, mit autonomen Fahrzeugen, beim Einkaufen und in der Gesellschaft bereits erreicht haben“, sagt Björn Brundert, Principal Technologist bei VMware. „Der Preis für den Fortschritt wird derzeit als zu hoch empfunden und die Konsumenten sind noch nicht bereit, die für den Wandel erforderlichen Daten zu teilen. Damit die Verbraucher dies akzeptieren, müssen sie wissen, was mit ihren Daten geschieht und darauf vertrauen, dass diese sicher sind und sensibel behandelt werden.“

Derzeit hat das Misstrauen gegenüber Daten einen Punkt erreicht, an dem es das Potenzial der Technologie, Gutes zu bewirken, behindert. So haben 32 Prozent der befragten deutschen Konsumenten (im Vergleich zu 60 Prozent in Europa) Angst oder fühlen sich unwohl, wenn sie ihre persönlichen Alltagsdaten weitergeben, um Regierung und Unternehmen bei der Entwicklung einer intelligenteren und nachhaltigeren Infrastruktur zu helfen. Und weniger als ein Fünftel (14 Prozent) ist begeistert von der Aussicht auf einen digitalen Schatten der Stadt (virtuelles Abbild, das auf kontinuierlichen Daten von Sensoren in der Umgebung eines Ortes basiert, um Dinge wie Luftqualität, Verkehr, Energieverbrauch in Gebäuden, Müllproduktion etc. zu überwachen), in der sie leben, der aber möglicherweise die Effizienz ihrer physischen Umgebung verbessern könnte, zum Beispiel, indem Verkehrsströme besser gelenkt werden können.

„Nach Angaben der Europäischen Kommission könnte der Wert von Daten für die EU bis zum Jahr 2025 550 Milliarden Euro betragen. Wir als Unternehmen und die Regierung müssen aktiv dazu beitragen, dass die Konsumenten bewusster mit Daten umgehen: Nur so können wir gemeinsam daran arbeiten, die digitale Wirtschaft anzukurbeln. Unser Ziel ist es, die Menschen zu inspirieren und aufzuklären, um eine technologiekompetente Gesellschaft zu fördern“, so Björn Brundert abschließend.

Die Untersuchung wurde im Rahmen einer von VMware in Auftrag gegebenen Online-Umfrage unter 6.214 Verbrauchern in fünf Ländern durchgeführt. Die Feldarbeit lief über YouGov zwischen dem 31. Januar und dem 22. März 2022.

Quelle: VMware/YouGov

 

Quelle: VMware/YouGov

Technologie führt zu Vertrauens- und Kontrollverlust

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