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Sicherheitsbedenken bei Cloud-nativen Anwendungen

Ein cloud-nativer Ansatz verändert grundlegend die Anwendungsentwicklung in Unternehmen – und führt auch zu größeren Sicherheitsproblemen und Bedenken. Dies zeigt eine neue internationale Studie. 

Seit diesem Jahr führt  Snyk jährliche Studien zum Thema Cloud Native Application Security durch. Der erste Report ist eben erschienen. Zu den wichtigsten Ergebnissen zählen: 

  • Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen hatten bereits einen Sicherheitsvorfall aufgrund einer Fehlkonfiguration oder einer bekannten Schwachstelle in ihren Cloud-nativen Anwendungen.
  • Entwickler sind bereit, Verantwortung zu übernehmen – die Kollegen wollen diese aber nicht unbedingt teilen: Entwickler selbst sehen sich dreimal häufiger für die Sicherheit in der Verantwortung. Im Gegensatz dazu sehen ihre Kollegen in Sicherheitsfunktionen diese Verantwortung nur wesentlich seltener bei den Entwicklern.
  • Der Einsatz von Automatisierung macht es 17-mal wahrscheinlicher, dass Unternehmen Sicherheitstests täglich oder häufiger anwenden.

 

Für die Studie wurden 600 Entwickler, Sicherheitsexperten und Verantwortliche für den IT-Betrieb weltweit befragt, in den USA, Indien, Kanada, Großbritannien, Israel, Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) hat Erfahrungen mit Fehlkonfigurationen oder bekannten Schwachstellen in Cloud-nativen Anwendungen. 

Die Einführung von Cloud-nativen Anwendungen verändert auch die Herangehensweise von Unternehmen im Kampf gegen Bedrohungen in der Cloud. Dabei sind Fehlkonfigurationen und bekannte Schwachstellen die größten Herausforderungen. Die Snyk Studie zeigt:

 

  • 60 Prozent der Befragten haben seit der Einführung von Cloud-Native größere Sicherheitsbedenken.
  • Fehlkonfigurationen werden dabei als größtes Problem genannt: Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, dass diese seit der Umstellung auf eine Cloud-native Plattform zu einem größeren Problem geworden sind.
  • Bekannte Sicherheitslücken, die nicht behoben wurden (38 Prozent), sind für die meisten Sicherheitsvorfälle in Cloud-nativen Umgebungen verantwortlich.

 

Entwickler für die IT- Sicherheit verantwortlich 

Entwickler benötigen Lösungen, mit denen sie Sicherheit von Anfang an in die gesamte Anwendung integrieren können - vom eigenen Code und Open Source-Abhängigkeiten bis hin zu Containern und der Cloud-Infrastruktur. Gleichzeitig können sie aufgrund der neuen Situation eine Vorreiterrolle beim Thema Sicherheit im Unternehmen übernehmen, da ihre Rolle immer wichtiger wird. 

Die Ergebnisse der Snyk Studie zeigen, dass die Entwicklerteams ihre wachsende Sicherheitsverantwortung schneller akzeptieren, als die IT-Sicherheitsteams bereit sind, diese Verantwortung zu teilen: 

  • Befragte, die in Sicherheitsfunktionen arbeiten, sehen ihr Team dreimal häufiger als verantwortlich für die Sicherheit, im Gegensatz zu ihren Entwicklerkollegen.
  • Dagegen fühlt sich mehr als ein Drittel (36 Prozent) der Entwickler für die Sicherheit in Cloud-nativen Umgebungen verantwortlich.
  • Gleichzeitig glauben weniger als 10 Prozent der Befragten in einer IT-Sicherheitsfunktion, dass Entwickler eine Verantwortung für die Sicherheit haben.

 

Guy Podjarny, Mitbegründer und Präsident von Snyk, sagt: „Die über zwei Millionen Entwickler, die aktuell mit Snyk sichere Anwendungen erstellen, zeigen, dass Entwicklerteams bereit sind, mehr Verantwortung für die Sicherheit zu übernehmen. Dies erhöht auch die Sicherheit in Unternehmen weltweit. Die Sicherheitsteams und -Organisationen sollten diesen Wandel ebenfalls mitgestalten, ihre Entwicklerkollegen zu unterstützen und auch ihre eigene Rolle und Verantwortlichkeiten weiterentwickeln.“ 

Unternehmen sollten ein umfassenderes Konzept von Cybersicherheit einführen, etwa durch die Integration von Sicherheitstools und entsprechender Prozesse im gesamten Softwareentwicklungszyklus. Dies ist der entscheidende Erfolgsfaktor für sichere Cloud-native Anwendungen. 

Die Snyk Studie zeigt, dass Unternehmen mit einem hohen Automatisierungsgrad bei Cloud-Native auch Sicherheitstests häufiger anwenden: Unternehmen mit automatisierten Prozessen wenden doppelt so oft Sicherheitstests an, und integrieren auch doppelt so oft Werkzeuge für statische Anwendungssicherheitstests (SAST) und Software Composition Analysis (SCA) in ihre Entwicklungslebenszyklen. Mit Automatisierung können Tests auch einfacher und häufiger durchgeführt werden, wodurch Schwachstellen schneller erkannt und behoben werden können. 

  • Fast 70 Prozent der Befragten, die mit einem hohen Automatisierungsgrad bei der Bereitstellung arbeiten, können ihre Sicherheit täglich testen. Das sind 17-mal mehr als bei den Befragten ohne Bereitstellungsautomatisierung, von denen 60 Prozent ihre Sicherheit nur monatlich testen.
  • Mehr als 72Prozent der Befragten, die mit einem hohem Automatisierungsgrad arbeiten, beheben Schwachstellen in durchschnittlich weniger als einer Woche. Mehr als ein Drittel (36Prozent) braucht dafür sogar nur einen Tag oder weniger.
  • Automatisierung verschafft auch einen besseren Überblick über Sicherheitsprobleme: Mehr als ein Viertel (28 Prozent) der Unternehmen mit geringem Automatisierungsgrad geben an, dass sie derzeit nicht wissen, wie lange sie für die Behebung von Problemen benötigen.

 

Guy Podjarny, Snyk, sagt: „Wir befinden uns gerade an einem Wendepunkt: Die Rolle von Entwicklern verändert sich immer mehr, und auch die Sicherheitsbranche durchläuft eine grundlegende Transformation. Wie unsere neue Studie zeigt, können Unternehmen, die ihre Entwicklerteams mit passenden Sicherheitstools ausstatten, ihre Anwendungen schneller und sicherer auf den Markt bringen als die Konkurrenz. Damit haben sie die besten Voraussetzungen, um in ihrer Branche im kommenden Jahrzehnt führend zu sein.“ Weitere Details zu der Studie und alle Ergebnisse gibt es hier

 

 

 

 

Teaserfoto: © Adobe Stock/Thitichaya