Home » News » Cybersecurity » „CEO Fraud“ ist die kostspieligste Online-Betrugsmasche

„CEO Fraud“ ist die kostspieligste Online-Betrugsmasche

Der CEO Fraud, eine Variante von Social Engineering, hat laut FBI den Opfern 2021 mehr Schaden zugefügt als jede andere Form von Cybercrime.

1 Min. Lesezeit
Eine Person in einem grauen Langarmhemd tippt auf einem Laptop und hält dabei eine Kreditkarte in der Hand. Sie ist sich der Betrugsgefahr durch den CEO bewusst. Sie sitzt an einem Schreibtisch, auf dessen Oberfläche zwei Stifte zu sehen sind; der Hintergrund ist leicht verschwommen.
©AdobeStock/Monkey-Business

Bei der IT-Sicherheit ist der Mensch meist das schwächste Glied in der Kette – das gilt auch bei Social Engineering, einer Form von Phishing. Der CEO Fraud, eine Variante von Social Engineering, hat laut FBI den Opfern 2021 mehr Schaden zugefügt als jede andere Form von Cybercrime.

Obwohl der CEO-Fraud-Trickbetrug von der Anzahl der gemeldeten Delikte nur den neunten Platz bei den Cyberverbrechensarten des Jahres 2021 einnimmt, erzielten die Kriminellen mit 2,4 Milliarden US-Dollar damit den mit Abstand den höchsten Schaden. Dahinter folgt Anlagebetrug mit 1,5 Milliarden US-Dollar. „Ein Drittel aller Schäden durch Cyberkriminalität basieren auf CEO Fraud. Der Druck, dass der Geschäftsführer oder ein leitender Angestellter einen Mitarbeiter umgehend zu einer Überweisung auffordert, lässt diese nicht die Konsequenzen des eigenen Handelns überdenken“, erklärt Thomas Uhlemann, Security Specialist bei ESET. „Deepfakes, also künstlich erstellte Audio- und Video-Dateien, in denen Gesichter oder Stimmen manipuliert werden, sind für die Täter mittlerweile billig herzustellen. Uns sind bereits Fälle bekannt, wo gefälschte Audio-Dateien genutzt wurden. Es ist davon auszugehen, dass diese Methoden und auch gefälschte Videos zukünftig noch häufiger zum Einsatz kommen.“

Was ist CEO Fraud?

Der CEO Fraud (auch bekannt als Business Email Compromise (BEC)) ist eine Betrugsmasche, bei der Unternehmensmitarbeiter durch den Missbrauch von Identitäten zur Überweisung von Geld manipuliert werden. Dabei geben sich die Täter meist als Chef oder leitende Person des jeweiligen Unternehmens aus. Per E-Mail oder Fax bitten sie Mitarbeiter, eine dringende Überweisung zu veranlassen. Im Vorfeld sind die Täter häufig an sensible Daten des Zielunternehmens gelangt und haben genaue Kenntnis von der Organisationsstruktur. Von der vermeintlichen Wichtigkeit zugleich geschmeichelt und unter Druck gesetzt, führt der arglose Mitarbeiter die Zahlung aus.

 

Drei Tipps der ESET Sicherheitsexperten

  • Achten Sie darauf, welche Informationen über Ihr Unternehmen öffentlich sind und was auch Mitarbeiter beispielsweise in sozialen Netzwerken posten.
  • Größere Zahlungsvorgänge sollten immer von zwei Mitarbeitern freigegeben werden.
  • Investieren Sie in fortschrittliche Sicherheitslösungen, die auch Angriffe mit Social Engineering Methoden erkennen.

 

Mehr Informationen und weitere Tipps haben die ESET Experten auf WeLiveSecurity zusammengestellt.

 

Newsletter Abonnieren

Abonnieren Sie jetzt IT-SICHERHEIT News und erhalten Sie alle 14 Tage aktuelle News, Fachbeiträge, exklusive Einladungen zu kostenlosen Webinaren und hilfreiche Downloads.

Andere interessante News

Cybersecurity in Deutschland

Cybercrime setzt Deutschland immer stärker unter Druck

Cyberkriminalität bleibt eine der größten Sicherheitsbedrohungen für Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Das Bundeslagebild Cybercrime 2025 zeigt: Ransomware, Überlastungsangriffe,...

Cyberbedrohung der Lieferkette

Lehren aus DAEMON Tools

Ein Softwareupdate gilt als Routine – bis es zum Einfallstor wird. Der Angriff auf DAEMON Tools zeigt, wie Angreifer Vertrauen in legitime Werkzeuge missbrauchen. Für Unternehmen u...

Futuristische Handflächenerkennungs-Technologie Sicherheitsauthentifizierung Identifikation

Ohne Identitätssicherheit droht Kontrollverlust

Autonome KI-Agenten ziehen in Unternehmen ein, doch die Sicherheitsarchitektur hält oft nicht Schritt. Der neue Business at Work Report von Okta zeigt: Identity and Access Manageme...