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Cybersicherheit in Zeiten von KI: Trends und Prognosen für das Jahr 2024

Experten haben untersucht, wie Künstliche Intelligenz (KI) die Sicherheit im Internet beeinflusst. Sie haben sich darauf konzentriert, wie Cyberkriminelle KI nutzen, aber auch wie man KI in der Cybersicherheit selbst verwenden kann. Diese Untersuchung kam vor dem Hintergrund, dass etwa die Hälfte der deutschen Nutzer besorgt darüber ist, wie KI in unseren Alltag integriert wird.

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Foto: ©AdobeStock/Who is Danny

Künstliche Intelligenz hat sich im letzten Jahr 2023 blitzschnell weiterentwickelt und ist weit verbreitet – sei es in der Bildbearbeitung oder beim Verfassen von Texten. Dennoch machen sich auch etwa die Hälfte der Deutschen (47 Prozent) Gedanken darüber, wie KI in unseren Alltag integriert wird. Besonders eng verbunden damit sind Fragen zur Cybersicherheit und zum Datenschutz. Die Experten von Kaspersky haben daher ihre Vorhersagen für Künstliche Intelligenz im Jahr 2024 vorgestellt. Diese Analyse ist Teil des Kaspersky Security Bulletin, einer jährlichen Reihe von Vorhersagen und Berichten zur Cybersicherheit.

Komplexere Sicherheitslücken:

KI-unterstützte große Sprachmodelle (LLMs), die Textbefehlen folgen, werden vermehrt in Alltagsprodukten integriert. Dadurch entstehen neue, komplexere Sicherheitslücken an der Schnittstelle von fortschrittlicher KI und herkömmlicher Technologie. Das erhöht die Angriffsfläche. Entwickler müssen deshalb neue Sicherheitsmaßnahmen entwickeln, wie beispielsweise Nutzerzustimmungen für von LLM-Agenten ausgeführte Aktionen.

Umfassende KI-Assistenten für Sicherheitsexperten:

Sicherheitsexperten und Mitglieder des Red-Teams nutzen vermehrt das Potenzial von KI, um innovative Cybersicherheitstools zu entwickeln. Das könnte zur Schaffung von Assistenten führen, die LLM oder maschinelles Lernen (ML) nutzen, um Red-Team-Aufgaben zu automatisieren.

Einfluss neuronaler Netzwerke:

Betrüger könnten ihre Taktiken erweitern, indem sie neuronale Netzwerke und KI-Tools nutzen, um überzeugendere Betrugsinhalte zu erstellen.

Begrenzter Wandel durch KI in der Cybersicherheit:

Trotz des KI-Trends erwarten die Experten von Kaspersky in naher Zukunft keine grundlegenden Veränderungen in der Bedrohungslandschaft. Wie auch Cyberkriminelle werden IT-Sicherheitsverantwortliche dieselben oder weiterentwickelte generative KI-Tools nutzen, um Software und Netzwerke zu schützen.

Mehr Regeln und Maßnahmen:

Künstlich erzeugte Inhalte müssen gekennzeichnet werden, daher sind weitere Vorschriften und Investitionen in Erkennungstechnologien erforderlich. Entwickler und Wissenschaftler werden Methoden entwickeln, um synthetische Medien durch Wasserzeichen leichter identifizierbar und nachverfolgbar zu machen.

„Künstliche Intelligenz in der Cybersicherheit ist zweischneidig. Sie stärkt zwar die Verteidigung gegen Cyberbedrohungen, bietet aber auch Cyberkriminellen Möglichkeiten für raffiniertere Angriffe. Die Herausforderung besteht darin, einen verantwortungsvollen Einsatz sicherzustellen, ohne sensible Daten zu gefährden, um unseren digitalen Raum zu schützen“, so Vladislav Tushkanov, Sicherheitsexperte bei Kaspersky.

Die vollständige Studie „Story of the year: the impact of AI on cybersecurity“ gibt es hier.

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