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Die großen Trends bei der Cyberkriminalität

In der heutigen vernetzten Welt ist die Bedrohung durch Cyberkriminalität allgegenwärtig. Täglich erreichen uns alarmierende Nachrichten über neue Angriffe, bei denen Unternehmen jeglicher Größe ins Visier geraten. Die Hacker sind ständig auf der Suche nach neuen Wegen, um ihre Attacken zu perfektionieren und dabei setzen sie vermehrt auf eine gefährliche Waffe: künstliche Intelligenz. Aber es gibt auch noch andere Herausforderungen, wie ein Cyber Security Threat Radar jetzt offenbart.

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Cyber Security Radar
Foto: ©AdobeStock/your123

Der Einsatz von KI-basierten Angriffen hat in jüngster Zeit eine beunruhigende Dynamik entwickelt und stellt eine der größten Herausforderungen für die Cybersicherheit dar. Die Hacker nutzen die Fortschritte der KI-Technologie, um ihre Angriffe zu verfeinern und neue Schwachstellen auszunutzen. Doch dies ist nur eine Facette der Bedrohungslage, denn es gibt noch zahlreiche andere Herausforderungen, mit denen sich Unternehmen und Sicherheitsexperten konfrontiert sehen. Von raffinierten Phishing-Kampagnen über gezieltes Social Engineering bis hin zu fortschrittlicher Malware, die sich der Erkennung entzieht – die Methoden der Cyberkriminellen werden immer ausgeklügelter und hinterlassen eine Spur der Verwüstung in der digitalen Welt.

Der Cyber Security Threat Radar von Swisscom wirft einen genauen Blick auf die aktuelle Bedrohungslage und beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Cyberkriminalität. Experten und Sicherheitsfachleute geben hier Einblicke in die neuesten Entwicklungen und zeigen auf, wie Unternehmen sich gegen diese Gefahren wappnen können.

Die Kombination aus KI-Technologien und Cyberkriminalität stellt eine ernstzunehmende Bedrohung dar. Der Cyber Security Threat Radar von Swisscom zeigt, wie Hacker diese neuen Werkzeuge nutzen, um ihre Attacken effektiver und effizienter zu gestalten. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg von AI-Based Attacks, bei denen KI-Modelle verwendet werden, um personalisierte Phishing-E-Mails zu erstellen und so die Empfänger zu täuschen.

Ein Beispiel für den Einsatz von KI durch Cyberkriminelle ist das bekannte Large Natural Language Model ChatGPT, das eigentlich als Sprachassistent entwickelt wurde. Jedoch haben auch Cyberkriminelle seine Fähigkeiten erkannt und nutzen es, um überzeugende Phishing-E-Mails zu generieren. Dadurch wird es immer schwieriger, solche Angriffe zu erkennen, und die Empfänger werden dazu verleitet, sensible Informationen preiszugeben oder schädliche Links anzuklicken.

Neben den AI-Based Attacks bleibt auch Ransomware eine große Bedrohung. Die Hacker nutzen Schadsoftware, um in Systeme einzudringen, Dateien zu verschlüsseln und dann ein Lösegeld für die Freigabe zu fordern. Laut Swisscom ist zu erwarten, dass Multiple Extortion, eine Kombination aus Ransomware, Datendiebstahl und Denial-of-Service-Angriffen, weiter zunehmen wird. Besonders Managed-Service-Provider geraten vermehrt ins Visier, da sie oft bereit sind, Lösegeld zu zahlen, und ihre Kunden dadurch direkt angegriffen werden können.

Um der steigenden Bedrohungslage entgegenzuwirken, betont Swisscom die Bedeutung einer ganzheitlichen Herangehensweise an die Cybersicherheit. Neben technischen Vorkehrungen spielen gut geschulte Mitarbeiter und interne Cyberexperten eine entscheidende Rolle. Doch IT-Security-Experten sind rar und schwer zu finden. Unternehmen müssen daher über den Tellerrand hinausschauen und in die Weiterbildung und Ausbildung ihrer eigenen Mitarbeiter investieren, um ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Cyberbedrohungen zu stärken.

Der Cyber Security Threat Radar von Swisscom dient als Leitfaden und Kompass, um sicher durch die Cyberwelt zu manövrieren. Der Report beobachtet Trends und Herausforderungen in der Cyberwelt, verknüpft und bewertet diese und verschafft durch das Bündeln von Expertenwissen einen kompakten Überblick zur Bedrohungslage und deren Entwicklung in der Schweiz.

Überblick Cybersecurity Swisscom
Cyberkriminalität: Die Bedrohungslage im Überblick

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