Home » News » Cybersecurity » Ex-NSA-Mitarbeiter bekennt sich der Spionage schuldig

Ex-NSA-Mitarbeiter bekennt sich der Spionage schuldig

Ein ehemaliger Mitarbeiter der Nationalen Sicherheitsbehörde der USA (NSA) hat sich schuldig bekannt, weil er versucht haben soll, geheime Verteidigungsinformationen nach Russland zu übermitteln. Jareh Sebastian Dalke (31), war Mitte 2022 weniger als einen Monat als Information Systems Security Designer für die NSA tätig, wo er eine Top-Secret-Freigabe für den Zugang zu sensiblen Dokumenten hatte.

1 Min. Lesezeit
Foto: ©AdobeStock/Christopher

Die neueste Entwicklung kommt mehr als ein Jahr nach seiner Verhaftung. „Dalke hat zugegeben, dass er zwischen August und September 2022 ein verschlüsseltes E-Mail-Konto benutzt hat, um Auszüge aus drei als geheim eingestuften Dokumenten an eine Person zu übermitteln, die er für einen russischen Agenten hielt“, so das US-Justizministerium (DoJ) in einer Pressemitteilung. In Wirklichkeit handelte es sich bei dem angeblichen Agenten um einen verdeckten Online-Mitarbeiter, der für das US Federal Bureau of Investigation (FBI) arbeitete.

Dalke, ein ehemaliger Soldat der US-Armee, wird beschuldigt, 85.000 US-Dollar gefordert zu haben, um wertvolle Informationen, die er durch seine NSA-Tätigkeit erlangte, mit Russland zu teilen. Er versprach zudem, in Zukunft weitere gewünschte Dokumente zur Verfügung zu stellen.

Der Austausch der Dokumente erfolgte im Union Station in der Innenstadt von Denver, Colorado, über einen Laptop. Dabei wurden fünf Dateien übertragen, wovon vier als streng geheime nationale Verteidigungsinformationen (NDI) klassifiziert waren. Einige der Inhalte bezogen sich auf Pläne der NSA zur Aktualisierung eines nicht näher spezifizierten kryptografischen Programms, sowie Bedrohungsbeurteilungen im Zusammenhang mit sensiblen US-Verteidigungsfähigkeiten und Russlands offensiven Fähigkeiten.

Die fünfte Datei enthielt einen Brief von Dalke, in dem er seine Freude über die Bereitstellung der Informationen ausdrückte und sich auf eine vorteilhafte Zusammenarbeit freute. Er bot außerdem an, nach speziell gewünschten Dokumenten zu suchen, sobald er in sein Hauptbüro zurückkehrt.

Dalke wurde am 28. September 2022 unmittelbar nach der Dateiübertragung von den Behörden festgenommen. Nachdem er sich schuldig bekannt hat, wartet Dalke nun auf sein Urteil am 26. April 2024 und könnte eine Höchststrafe von lebenslanger Haft erhalten.

Andere interessante News

Studie: Bei Cybersicherheit die Mitarbeiter stärker einbeziehen

Mehr als ein Drittel (37 Prozent) aller Cybersicherheitsvorfälle in Deutschland ist auf Fehlverhalten von Mitarbeitern zurückzuführen, auf Hacker lediglich rund 27 Prozent. Hauptgründe sind Nachlässigkeit und schlechte Vorbereitung. Hier sind Unternehmen gefordert, mit entsprechenden Awareness-Maßnahmen gegenzusteuern.

Studie 2023: Wie die IT-Branche Künstliche Intelligenz als Chance nutzen kann

Die digitale Landschaft erlebt einen dynamischen Wandel: Eine Mehrheit von 68,3 Prozent der IT-Dienstleister bestätigt einen markanten Anstieg der Anfragen für KI-bezogene Projekte. Gleichzeitig bleibt die Sicherheit im Cyberspace ein anhaltendes Anliegen.

Statement: Was Profitgier und Faulheit der Cyberkriminellen für die Verteidigung bedeuten

Eine Wahrheit, die uns dieses Jahr erneut begegnet ist, hat mehr Nuancen als vielleicht erwartet: Nämlich wie faul Cyberkriminelle sind und wie agil sie gleichzeitig werden, wenn es darum geht, schnell auf Situation zu reagieren und von neuen Entwicklungen zu profitieren.