Home » News » Cybersecurity » Kommentar: Was Neurodiversität mit Cybersicherheit zu tun hat

Kommentar: Was Neurodiversität mit Cybersicherheit zu tun hat

Für Gunnar Peterson, CISO bei Forter, sind Unternehmen leichter angreifbar, wenn sie es versäumen, in ihren Security-Teams neurodiverse Mitarbeiter zu beschäftigen und zu fördern. Für ihn ist Neurodiversität ein wichtiges, meist fehlendes Puzzelstück im Kampf gegen Cyberkriminelle.

1 Min. Lesezeit
Abstrakte Illustration von fünf stilisierten menschlichen Profilen, jeweils in unterschiedlichen Farben, die Neurodiversität zelebrieren. Eines trägt eine Krone, ein anderes ein Gehirn und ein drittes hat mehrere Umrisse. Leichte Wolken und Pflanzen sind kunstvoll über den grauen Hintergrund verteilt.
Foto: ©AdobeStock/Yuliia

Für Gunnar Peterson, CISO bei Forter, sind Unternehmen leichter angreifbar, wenn sie es versäumen, in ihren Security-Teams neurodiverse Mitarbeiter zu beschäftigen und zu fördern. Für ihn ist Neurodiversität ein wichtiges, meist fehlendes Puzzlestück im Kampf gegen Cyberkriminelle.

„In der Cybersicherheits-Community gibt es ein vielsagendes Zitat: ´Verteidiger denken in Listen, Angreifer in Graphen´. Der Angreifer befindet sich also dem Verteidiger über im Vorteil, weil er nicht linear, sondern eher multidimensional plant und agiert. Hacking-Methoden sind meistens mit dem Blick über den Tellerrand verbunden, deshalb sind komplexe Passwörter und die Einführung von Multi-Faktor-Authentifizierungen (MFA) keine Lösung. Verteidiger müssen sich umstellen, um dieses Katz- und Maus-Spiel zu gewinnen.

Der Cybersecurity Awareness Month fällt auch mit dem Dyslexia Awareness Month zusammen. Oberflächlich betrachtet mag es so aussehen, als hätten die beiden nichts miteinander zu tun. Neurodiverse Personen sind jedoch eine große Bereicherung für IT-Sicherheitsteams, da sie einzigartige Perspektiven zur Problemlösung einbringen und den Kreislauf des Gruppendenkens durchbrechen. Die Suche nach neurodiversen Teammitgliedern bei der Einstellung und das Erkennen und Ausbauen ihrer Stärken kann ein entscheidender Vorteil sein, wenn es darum geht, die Schritte eines Gegners zu antizipieren und potenzielle Lösungen für Probleme aufzudecken, bevor sie entstehen.

Dies beschreibt eine wachsende Herausforderung für bestimmte Organisationen, und es bleibt zu hoffen, dass dieser Monat ein Weckruf für IT-Sicherheitsverantwortliche ist, um die Arbeitsmethoden zu erweitern. Sie müssen die Prozesse abschaffen, die darauf ausgerichtet sind, Mitarbeiter nach Schema F zu entwickeln und zu belohnen. Neurodiversität ist eine Stärke der Sicherheitsbranche, und die weltweite Community sollte gemeinsam daran arbeiten, eine integrativere Branche für alle zu fördern.“

 

 

Foto: Forter

Gunnar Peterson, CISO bei Forter

Newsletter Abonnieren

Abonnieren Sie jetzt IT-SICHERHEIT News und erhalten Sie alle 14 Tage aktuelle News, Fachbeiträge, exklusive Einladungen zu kostenlosen Webinaren und hilfreiche Downloads.

Andere interessante News

Ransomware-Eskalation

Ransomware eskaliert trotz sinkender Angriffszahlen

Die globale Cyberlage wirkt auf den ersten Blick ruhiger. Doch der Mai 2026 zeigt eine gefährliche Verschiebung: Während die Gesamtzahl der Angriffe leicht sank, erreichte Ransomwa...

Abstrakte Darstellung einer gebrochenen Cybersecurity-Wand

Warum Backup allein nicht mehr reicht

Agentische Künstliche Intelligenz verschiebt die Kräfteverhältnisse in der IT-Sicherheit. Angriffe werden schneller, anpassungsfähiger und zerstörerischer. Unternehmen brauchen des...

Gesicht mit blauen Augen mit Europa Flagge

Anthropic-Fall zeigt Europas riskante KI-Abhängigkeit

Die Abschaltung von Fable 5 und Mythos 5 macht aus digitaler Souveränität eine operative Frage: Was passiert, wenn geschäftskritische KI nicht wegen Technik, sondern wegen politisc...