Home » News » Cybersecurity » Kommentar zum Diebstahl von Krypto-Währungen

Kommentar zum Diebstahl von Krypto-Währungen

Bei der Blockchain-Firma Ronin wurden Krypto-Währungen im Wert von über 550 Millionen Euro gestohlen. Wie sicher sind digitale Währungen?

1 Min. Lesezeit
Eine Silhouette in einer Kapuzenjacke steht inmitten digitaler Grafiken und Symbole, darunter ein markantes Bitcoin-Logo. Der Hintergrund aus abstrakten Schaltkreisen und binären Elementen erinnert an die faszinierende Welt der Krypto-Währungen und fortschrittlicher Technologie.
©AdobeStock/BillionPhotos.com

Bei der Blockchain-Firma Ronin wurden Krypto-Währungen im Wert von über 550 Millionen Euro gestohlen. Das wirf erneut die Frage auf: Wie sicher sind digitale Währungen?

Dazu meint Oded Vanunu, Head of Products Vulnerability bei Check Point Software Technologies: „Aufgrund der inhärenten Anonymität der Blockchain-Technologie stellt sie ein relativ harmloses und darum lohnendes Ziel für Cyber-Kriminelle dar. Deshalb sehen wir, dass Hacker ihre Anstrengungen verdoppeln, um jede einzelne Schwachstelle im Blockchain-Ökosystem auszunutzen. Die Blockchain-Technologie ist zwar dezentralisiert, was es extrem schwierig macht, ihre Kernfunktionen auszunutzen, doch Unternehmen können es sich nicht leisten, deshalb nachlässig zu werden. Ein so großes Netzwerk wie Ronin, welches als Blockchain-Netzwerk das Spiel Axe Infinity des Entwicklers Sky Mavis antreibt, nutzte nur neun Validierer. Wir erwarten viel mehr, denn: Obwohl sie nur fünf davon attackierten, konnten die Angreifer einen der bisher größten Krypto-Raubzüge durchführen, da sie NFT-Transaktionen schlicht fälschten. Die Validierungsknoten der Ronin-Brücke wurden am Mittwoch, den 23. März 2022, geknackt, aber Sky Mavis meldete, den Einbruch erst eine Woche später, am Dienstag, den 29. März 2022, entdeckt zu haben. Der Angreifer benutzte geknackte Private Schlüssel, um lediglich zwei Abhebungstransaktionen zu fälschen, was zu einem Diebstahl von rund 555 Millionen Euro (615 Millionen US-Dollar) führte.“

Oded Vanunu ist Head of Products Vulnerability bei Check Point Software Technologies.
Bild: Oded Vanunu

Head of Products Vulnerability bei Check Point Software Technologies

Newsletter Abonnieren

Abonnieren Sie jetzt IT-SICHERHEIT News und erhalten Sie alle 14 Tage aktuelle News, Fachbeiträge, exklusive Einladungen zu kostenlosen Webinaren und hilfreiche Downloads.

Andere interessante News

Digitale rot leuchtende Schlösser

Cyber-Angriffe treffen deutsche KMU härter als gedacht

Fast jedes dritte deutsche KMU wurde binnen eines Jahres erfolgreich angegriffen. Besonders gravierend: Bei jedem dritten betroffenen Unternehmen gerieten Zahlungsfähigkeit oder Ex...

Visualisierung von gefährlichen Netzwerkaktivitäten

KI findet mehr Lücken – doch beim Risiko bleibt der Mensch gefragt

KI-Agenten werden beim Hacken rasant besser. Doch reale Pentests verweisen sie in ihre Grenzen: Kontext, Priorisierung und komplexe Angriffspfade bleiben automatisiert schwierig. D...

Cyberanalyst mit Lupe vor rotem Ausrufezeichen

BlueMoon nutzt gefährliche Patch-Lücke

Ein neues Exploit-Kit zeigt, wie riskant öffentlich sichtbare Patches werden können: BlueMoon kombinierte Chrome- und Windows-Lücken zu einer Angriffskette, noch bevor alle Nutzer ...