Home » News » Cybersecurity » Malware-Angriffe auf IoT- und OT vervierfachen sich

Malware-Angriffe auf IoT- und OT vervierfachen sich

In einem aktuellen Bericht wird ein alarmierender Anstieg von 400 Prozent bei IoT- und OT-Malware-Angriffen im Vergleich zum Vorjahr aufgezeigt. Besonders betroffen sind der Fertigungs- und Bildungssektor. Dies verdeutlicht die dringende Notwendigkeit von Zero-Trust-Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz kritischer Infrastrukturen.

1 Min. Lesezeit
Malware-Attacke
Foto: ©AdobeStock/janews094

Cloud-Sicherheit-Anbieter Zscaler hat jetzt seinen ThreatLabz 2023 Enterprise IoT and OT Threat Report veröffentlicht. Dieser Bericht beleuchtet sechs Monate lang die Malware-Aktivitäten und analysiert etwa 300.000 blockierte Angriffsversuche auf IoT-Geräte durch die Zscaler Zero Trust Exchange-Plattform. Die Zahl der Angriffe auf IoT-Geräte ist im Vergleich zum Vorjahr um 400 Prozent gestiegen, was die Bedrohung für die Operational Technology (OT) und die Notwendigkeit von Zero Trust-Sicherheitsmaßnahmen zur Sicherung kritischer Infrastrukturen verdeutlicht.

Die Studie konzentriert sich auf IoT-Geräte mittels Geräte-Fingerprinting und analysiert die Bedrohungslandschaft von IoT-Malware. Mit der zunehmenden Nutzung vernetzter Geräte steigt das Risiko von Malware-Infektionen und herkömmlichen Sicherheitslücken. Zero Trust-Architekturen bieten einen Einblick in den Datenverkehr von IoT-Geräten und minimieren so das Risiko von IoT-Sicherheitsbedrohungen.

Cyberkriminelle reagieren auf die steigende Verbreitung von IoT und privaten vernetzten Geräten, was zu einem über 400-prozentigen Anstieg bei IoT-Malware-Angriffen gegenüber dem Vorjahr geführt hat. Die Studie zeigt, dass Cyberkriminelle oft ältere Schwachstellen ausnutzen, wobei 34 der 39 beliebtesten IoT-Exploits Sicherheitslücken ansprechen, die seit mindestens drei Jahren bekannt sind. Die Malware-Familien Mirai und Gafgyt machen 66 Prozent der Angriffs-Payloads aus, die aus infizierten IoT-Geräten Botnets bilden, die für Distributed Denial-of-Service-Angriffe (DDoS) verwendet werden.

Die verarbeitende Industrie und das Bildungswesen sind besonders anfällig für IoT-Malware-Angriffe. Die Fertigungs- und Einzelhandelsbranche trägt 52 Prozent des IoT-Datenverkehrs, und Cyberkriminelle attackieren den Fertigungssektor durchschnittlich mit 6.000 IoT-Malware-Angriffen pro Woche. Diese Angriffe können auch kritische OT-Prozesse stören. Im Bildungswesen haben IoT-Malware-Angriffe um fast 1000 Prozent zugenommen, da ungesicherte und Shadow-IoT-Geräte den Angreifern leichteren Zugang zu persönlichen Daten bieten.

Nichts ist vor Malware sicher: Von der Settop-Box über Smart TV, Smart Watch und Datenterminals bis zum Media Player – alles sind heute Einfallstore für Malware.

Grafik: Top 5 IoT Devices
Quelle: Zscaler

Newsletter Abonnieren

Abonnieren Sie jetzt IT-SICHERHEIT News und erhalten Sie alle 14 Tage aktuelle News, Fachbeiträge, exklusive Einladungen zu kostenlosen Webinaren und hilfreiche Downloads.

Andere interessante News

Nahaufnahme einer Kreditkarte mit Fokus auf den Chip

KI-Agenten decken Schwachstellen in Zahlungsprozessen auf

KI-Agenten sollen nicht mehr nur Fragen beantworten, sondern eigenständig handeln. Erste Produktivdaten des Fintechs Billogram zeigen: Agentic AI kann einen Großteil zahlungsbezoge...

Cyberkrimineller nutzen ein Smartphone mit KI-gestützter Betrugsschnittstelle und digitalen Warnmeldungen. Konzept des KI-Betrugs.

KI macht Smartphones zur bevorzugten Angriffsfläche

KI-gestütztes Phishing auf Mobilgeräten nimmt rasant zu. Entsprechende Angriffe stiegen binnen eines Jahres um 380 Prozent. Zugleich verbreiten sich Spyware und Schatten-KI – währe...

Der Text "MICRO DATA CENTER" ist umgeben von Icons wie Pfeilen und Servern

Industrial Edge: Wenn Mini-Rechenzentren zum Sicherheitsrisiko werden

Mikro-Rechenzentren steuern Produktionsanlagen, Logistik und Energieversorgung – oft weitgehend unbeachtet von der zentralen IT. Veraltete Hardware, fehlende Redundanz und schwer a...