Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110

Angriffe auf Kryptowährungen nehmen zu

Während der Einsatz von Krypto-Minern Anfang 2018 zu einem beliebten Werkzeug im Arsenal von Cyberkriminellen wurde, nahm deren Interesse an dieser Form der Kompromittierung im Laufe des Jahres 2020 stetig ab. Im 1. Quartal 2021 gab es jedoch eine dramatische Wende. 

Wie der neue Kaspersky Malware-Report Q1 2021 zeigt, hat sich die Anzahl einzigartiger Miner-Modifikationen von Februar bis März 2021 von 3.815 auf 16.934 mehr als vervierfacht. Insgesamt entdeckten die Kaspersky-Forscher im ersten Quartal dieses Jahres 23.894 solcher Varianten. 

Miner sind maliziöse Programme, die darauf ausgelegt sind, Kryptowährungen auf infizierten Geräten zu „minen“, also zu „schürfen“, beziehungsweise zu generieren. Sie werden oft ohne das Wissen der Nutzer installiert, die Gewinne für Cyberkriminelle bewegen sich in Millionenhöhe. „Es ist zu früh, um mit Sicherheit zu sagen, ob der Trend, den wir im ersten Quartal dieses Jahres gesehen haben, anhalten wird“, kommentiert Evgeny Lopatin, Sicherheitsexperte bei Kaspersky. „Es scheint jedoch, dass der Anstieg des Wertes von Bitcoin und anderen Kryptowährungen ein erneutes Interesse an Minern geweckt hat. Wenn die Krypto-Märkte in diesem Jahr stark bleiben, ist es wahrscheinlich, dass Nutzer weiterhin von Minern betroffen sein werden.“ 

Kaspersky-Tipps zum Schutz vor Minern

  • Alle genutzten Geräte sollten stets auf dem neuesten Stand gehalten und aktuelle Updates zeitnah heruntergeladen und installiert werden. Hierbei wird die Verwendung von Tools, die automatisch Schwachstellen identifizieren und Patches herunterladen und installieren können dringend empfohlen.
  • Es sollten lediglich Anwendungen aus legitimen Quellen, etwa offiziellen App-Stores, heruntergeladen werden.
  • Eine leistungsstarke Sicherheitslösung installieren.
  • Da Miner oft als „Riskware“ erkannt werden, werden sie von Sicherheitslösungen nicht automatisch blockiert. Deshalb sollten die Einstellungen der eingesetzten Sicherheitslösung so konfiguriert werden, dass eine Blockierung aller „Riskware“-Programme automatisch erfolgt.

 

 

Teaserfoto: © Adobe Stock/brudertack69