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Überwachungs-Apps für Android als Sicherheitsrisiko

Stalkerware, insbesondere für Mobilgeräte, wird immer beliebter. In diesen Spionage-Tools haben Forscher schwerwiegende Schwachstellen entdeckt. 

2020 erkannten ESET Sicherheitsforscher 1,5mal mehr Überwachungs-Apps als 2019. Im Vergleich zu 2018 waren es sogar fünfmal mehr. „Stalkerware finden auch Laien im Internet ohne Probleme. Hierzu muss man nicht auf Untergrund-Webseiten surfen“, erklärt Lukas Stefanko, Malware Researcher bei ESET. „Gemäß unserer 90-Tage-Richtlinie zur koordinierten Offenlegung von Sicherheitslücken, haben wir die gefundenen Probleme wiederholt an die betroffenen Hersteller gemeldet. Leider haben bis heute nur sechs die gemeldeten Schwachstellen behoben.“ ESET-Experten hatten 86 Spionage-Apps für Android untersucht. In 58 dieser Applikationen entdeckte ESET insgesamt 158 Sicherheits- und Datenschutzprobleme, die schwerwiegende Auswirkungen auf das Opfer, den Stalker selbst und sogar den Anbieter der App haben können. Auf Welivesecurity haben die Forscher ein Whitepaper hierzu veröffentlicht. 

Was ist Stalkerware? 

Stalkerware ist eine Software, die unbemerkt auf dem Mobilgerät des Opfers installiert wird. Die App läuft dann heimlich im Hintergrund und spioniert das Privatleben der betroffenen Person aus. Häufig können Täter die gesamten Aktivitäten auf dem Gerät überwachen, also etwa Standortdaten abfragen, Textnachrichten lesen, Fotos einsehen und vieles mehr. 

Zu den häufigsten Problemen gehörten die unsichere Übertragung der persönlichen Daten von Nutzern, die Speicherung sensibler Informationen auf externen Medien, die Preisgabe sensibler Nutzerdaten an Unbefugte, das Server-Leck von Stalkerware-Client-Informationen und die unautorisierte Datenübertragung vom Gerät zum Server. 

 

 

 

Teaserfoto: © Adobe Stock/terovesalainen