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Unerwünschte Zugriffe auf das Smartphone verhindern: eco Verband gibt Tipps

Das Smartphone ist unser ständiger Begleiter, selbst im Urlaub am Strand oder See, und daher in vielen Situationen gefährdet. Auch aus der Ferne sind illegale Zugriffsversuche möglich.

Die Spionage-Software Pegasus hat eindrucksvoll bewiesen, wie Sicherheitslücken ausgenutzt werden können, um heimlich Software zu installieren und anschließend die Kommunikation auf dem Smartphone zu überwachen. Wer sein Handy aktiv vor fremden Zugriffen schützt, der minimiert das Risiko, dass Bilder, Kontakte und Zugangsdaten zu Banking und Shopping-Portalen in falsche Hände gelangen.

„Die Fülle an persönlichen Daten in einem Gerät macht das Smartphone für Cyberkriminelle zu einem immer beliebteren Zielobjekt ihrer Angriffsversuche. Die Sicherheit des Gerätes sollte daher jeder Nutzer aktiv überprüfen. Im Falle eines tatsächlichen Verlustes werden Sie sich selbst dankbar sein, rechtzeitig vorgesorgt zu haben“, so Alexander Rabe, Geschäftsführer des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V. Hier seine sieben Tipps, die jeder Smartphone-Besitzer beherzigen sollte, um unerwünschte Zugriffe zu unterbinden:

1. Richten Sie eine Displaysperre ein.

Fast alle Handys sind ab Werk bereits durch eine SIM-Sperre geschützt, die beim Anschalten nach Ihrer PIN für die SIM-Karte fragt. Das sollten Sie unbedingt beibehalten und zusätzlich eine Display-Sperre aktivieren, die sich mit einem anderen Code oder biometrisch per Fingerabdruck oder Gesichtserkennung lösen lässt.

2. Installieren Sie Updates!

Die Anbieter veröffentlichen regelmäßig Updates fürs Betriebssystem oder die installierten Apps. Installieren Sie diese zeitnah, denn mit den Aktualisierungen werden meist nicht nur neue Funktionen, sondern auch wichtige Sicherheitsupdates mitgeliefert. Aktivieren Sie automatische Updates für Ihre Apps im App Store nur über WLAN, um Daten zu sparen, und dabei Ihre Anwendungen automatisch aktuell zu halten.

3. Machen Sie Backups!

Schützen Sie sich vor Datenverlust, indem Sie alle Fotos, Videos, Kalenderdaten und Kontakte online speichern. Es gibt viele Anbieter, die das für Sie übernehmen, beispielsweise iCloud, Google Drive oder OneDrive. Dies können Sie je nach Anbieter unter Einstellungen / Sichern und Wiederherstellen konfigurieren.

4. Laden und nutzen Sie nur Apps nur aus den offiziellen App-Stores, etwa dem Google Play oder dem Apple App Store.

Apps von unbekannten Webseiten enthalten möglicherweise Schadcode. Folgen Sie keinen Links in einer E-Mail oder einer anderen Nachricht, der Sie zu einem App-Download führt. Stattdessen suchen Sie besser manuell im offiziellen App-Store nach der Anwendung und installieren Sie sie von dort. Unterbinden Sie in den Einstellungen auf Ihrem Handy die Installation von Apps unbekannter Herkunft.

5. Prüfen Sie in den App-Stores vorab, welche Berechtigungen – beispielsweise Zugriff auf Kontakte, Kamera oder Standort – die App braucht.

Viele Apps sammeln mehr Daten, als auf den ersten Blick nötig erscheint. In den Einstellungen des Smartphones lassen sich die Berechtigungen auch nach der Installation einschränken.

6. Verschlüsseln Sie Ihr Smartphone, damit im Falle eines Geräteverlustes Daten nicht in fremde Hände fallen.

Neuere Betriebssysteme verschlüsseln die Nutzerdaten auf dem Smartphone automatisch um Mails, Kontakte, Fotos, Downloads oder Zugangsdaten zu schützen. Ältere Smartphones lassen sich in den Einstellungen manuell verschlüsseln. Prüfen Sie auch, ob die Daten auf der SD-Karte im Gerät verschlüsselt sind.

7. Seien Sie vorsichtig in offenen WLANs.

In einem offenen WLAN surfen Sie zwar kostenlos, es ist aber auch relativ einfach, Ihren Datenverkehr zu belauschen. Verzichten Sie in offenen WLAN auf Homebanking und auf alle Dienste, bei denen Sie sich einloggen müssen wie Amazon oder E-Mail.

 

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Alexander Rabe, Geschäftsführer des eco – Verbands der Internetwirtschaft e. V. (Foto: eco)

 

 

Teaserbild: © Adobe Stock/enjoys25