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IT-Dienstleister sollen den Dschungel aus DevSecOps-Lösungen lichten

Automatisierung – etwa durch Technologien der künstlichen Intelligenz (KI) und des Machine Learning – prägt den Servicemarkt für die Anwendungsentwicklung und -wartung derzeit deutlich. Zudem verzeichnet der Teilmarkt für DevSecOps (Zusammenarbeit zwischen Softwareentwicklung, IT-Sicherheit und IT-Betrieb) besonders hohe Wachstumsraten. 

Dies meldet der neue „ISG Provider Lens Next-gen Application Development & Maintenance (ADM) Services Report Germany 2020“ der Information Services Group (ISG). ISG ist ein globales Marktforschungs- und Beratungsunternehmen im Technologie-Segment. Bei den Lösungsangeboten für DevSecOps sei der Markt mittlerweile so unübersichtlich geworden, dass zunehmend externe Berater den Produktdschungel für die Unternehmen lichten müssen. 

„Automatisierung hat sich zu einem der wichtigsten Treiber für ADM-Services der nächsten Generation entwickelt“, sagt Heiko Henkes, Director & Principal Analyst bei ISG. „Alle großen Anbieter haben hohe Investitionen in die eigene KI- und ML-Technologie getätigt. Manche bieten ihre Lösungen zudem im As-a-Service-Modus kleineren Anbietern und Kunden an.“ 

Die Erwartungen seitens der Kunden seien hoch, könnten aber aufgrund der Komplexität der Systeme und der Aufgaben oft nicht erfüllt werden. „Echte selbstheilende Software und KI-gesteuerte Verbesserungen von Geschäftsprozessen sind noch Zukunftsmusik“, so Henkes weiter. „DevSecOps verschmilzt dabei immer mehr mit Automatisierung und dem kontinuierlichen Software-Testen, um so einen integrierten Softwareerstellungsprozess zu bilden.“ 

Im schnell wachsenden DevSecOps-Service-Markt verzeichnet die ISG-Studie mittlerweile eine Fülle an Werkzeugen, Praktiken und Modellen, bei der die Unternehmen zunehmend Unterstützung brauchen. Die führenden DevSecOps-Dienstleister würden deshalb mit zahlreichen Tool-Anbietern kooperieren und in die Schulung ihrer Mitarbeiter zu einer Vielzahl von Werkzeugen und Modellen investieren. „Egal ob Container, Low-/No-Code, Blockchain oder KI – die am Markt verfügbaren Werkzeuge und Plattformen kann heute kaum noch ein Unternehmen selbst überblicken, weshalb sie sich an auf DevSecOps spezialisierte Berater wenden“, so ISG-Analyst Henkes weiter. 

Hinzu komme, dass DevSecOps nur zum Teil eine technologische Aufgabe darstelle. Genauso wichtig seien kulturelle Veränderungen im Unternehmen, zum Beispiel bei der Zusammenstellung und der Dauerhaftigkeit von Teams. Dienstleister müssen deshalb den ISG-Analysten zufolge neben technologischem Know-how auch diesen kulturellen Wandel gestalten können. 

ISG rechnet damit, dass sich die Geschwindigkeit des Wandels im Servicemarkt für DevSecOps weiter erhöht. Dementsprechend könnten Anbieter schnell an Marktanteilen gewinnen, aber genauso schnell wieder verlieren. Im Vorteil seien weniger die tradierten Dienstleister, sondern Unternehmen, die ihre internen Strukturen schnell ändern und dadurch flexibel am Markt agieren können. 

Im Teilmarkt „DevSecOps Consulting“ untersuchte ISG insgesamt 20 Anbieter, wovon sich fünf als „Leader“ und zwei als „Rising Star“ positionieren konnten.

ISG-ProviderLens

Im „Leader“-Quadranten des Marktsegments „DevSecOps Consulting“ konnten sich fünf Anbieter positionieren.

 

HeikoHenkes

Foto: Heiko Henkes, Director & Principal Analyst bei ISG

 

 

 

Teaserfoto: © Adobe Stock/tanpanamanoob