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Petya: „Es gibt keine einfache Lösung“

Nur wenige Wochen nach der weltweiten Attacke mit der Erpressersoftware wurde am 27. Juni eine weiter massive Malware-Attacke gestartet. Betroffen sind Unternehmen in den USA und der Ukraine, aber auch in Frankreich, Russland und nach Angaben des BSI ebenso in Deutschland. Ein Kommentar von Ralf Sydekum:

„Diese aktuelle Ransomware-Angriffswelle ist nur ein weiteres Beispiel für die wirklichen Bedrohungen, denen Organisationen, Regierungen und Länder auf der ganzen Welt ausgesetzt sind. Diese Angriffe übertreffen die bisherigen Attacken wie WannaCry, indem sie vermehrt auf Bereiche wie das Gesundheitswesen, öffentliche Verwaltung, Postdienste und Transportdienstleister abzielen und Menschen in ihren täglichen Aktivitäten beeinflussen. Das von der Ransomware geforderte Lösegeld von umgerechnet 266 EUR, um die verschlüsselten Daten freizugeben, erscheint zwar auf den ersten Blick wenig, kann aber in kurzer Zeit stark ansteigen. Die drängendere Frage ist aber, wie die nationale Infrastruktur durch solche Angriffe nachhaltig beeinträchtigt wird. Es gibt keine einfache Lösung, mit Ransomware umzugehen. Sobald sich die Aufregung gelegt hat, müssen aber die Gefahrenquellen bestimmt und beseitigt werden. Mit dem Eintritt in die neue Welt der IoT und der auf Anwendungsebene vernetzten Geräte vergrößert sich die Angriffsfläche ständig und Attacken nehmen zu. Angreifer haben jetzt mehr Möglichkeiten, Daten zu infiltrieren. Deshalb sollte der Fokus mehr auf die Anwendungs- und Datensicherheit gelegt werden. Zudem sollte Cyber-Sicherheit ein integraler Bestandteil unseres täglichen Lebens werden.“

Ralf Sydekum Technical Manager DACH F5 Networks

Foto:© Franz Pfluegl_837874/Fotolia.com