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Blick ins Handbuch für CISOs: Acht Grundsätze für mehr Cyber-Resilienz

Im digitalen Zeitalter sind vernetzte Systeme und datengesteuerte Prozesse für Unternehmen entscheidend. Der CISO spielt eine zentrale Rolle in der Unternehmenssicherheit, da herkömmliche Cybersicherheitskonzepte nicht mehr ausreichen. Hier sind acht Tipps, um die Cyber-Resilienz zu stärken.

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Foto: ©AdobeStock/metamorworks

Mit der Ausdehnung der digitalen Landschaft wachsen auch die Dimensionen der Risiken. Die Strategie des CISOs muss sich anpassen und von einem statischen Regelwerk in ein flexibles Handbuch verwandeln. Doch was genau ist dringend zu beachten, wenn es um die Neugestaltung von Präventionsstrategien, die Stärkung von Abwehrmaßnahmen oder die Förderung von Resilienz als zentraler Bestandteil der Unternehmensethik geht?

Einführung von KI-gesteuerter Bedrohungsabwehr: Die digitale Landschaft entwickelt sich rasant weiter, und herkömmliche Sicherheitsmaßnahmen reichen nicht mehr aus. Moderne CISOs sollten daher auf Lösungen setzen, die künstliche Intelligenz (KI) nutzen. Diese Tools können in Echtzeit große Mengen an Daten analysieren, um Anomalien und Bedrohungen zu erkennen, noch bevor sie zu ernsthaften Sicherheitsproblemen werden. Dies ermöglicht eine proaktivere und effizientere Abwehr von Cyberbedrohungen.

Automatisierung der Incident Response: Schnelle Reaktion auf Sicherheitsvorfälle ist von entscheidender Bedeutung, um Schäden zu minimieren. CISOs sollten einen orchestrierten und automatisierten Ansatz zur Reaktion auf Vorfälle implementieren. Automatisierung reduziert menschliche Fehler und ermöglicht es den Sicherheitsteams, sich auf komplexere Aufgaben zu konzentrieren, während wiederholende Aufgaben automatisiert werden.

Umsetzung einer Zero Trust-Architektur: In einer Zeit, in der traditionelle Netzwerkgrenzen verschwimmen und Remote-Arbeit immer häufiger wird, ist es wichtig, das Zero Trust-Prinzip zu implementieren. Dies bedeutet, dass keine Annahmen über die Sicherheit von Geräten oder Benutzern gemacht werden sollten. Stattdessen sollten alle Benutzer und Geräte kontinuierlich überprüft und autorisiert werden, unabhängig von ihrem Standort oder ihrer Zugriffsmethode.

Kontinuierliche Sicherheitstests und Validierung: Die Sicherheitslandschaft ändert sich ständig, und Angreifer werden immer raffinierter. Daher ist es entscheidend, dass CISOs kontinuierliche Sicherheitstests durchführen, um Schwachstellen in der Infrastruktur und den Anwendungen zu identifizieren. Penetrationstests und Red-Team-Übungen helfen dabei, realistische Angriffsszenarien zu simulieren und die Sicherheit zu stärken.

Förderung digitaler Innovation: CISOs sollten proaktiv innovative Technologien erforschen und implementieren, um ihre Sicherheitsmaßnahmen zu verbessern. Dazu gehören nicht nur KI, sondern auch Technologien wie Container, Quantencomputing und Automatisierung. Diese Innovationen können dazu beitragen, Cyberbedrohungen besser zu erkennen und abzuwehren.

Cloud-zentrierte Cybersicherheit: Mit der zunehmenden Nutzung von Cloud-Services müssen CISOs ihre Sicherheitsstrategien anpassen. Dies bedeutet, dass sie nicht nur auf die Sicherheit der Cloud-Anbieter vertrauen sollten, sondern auch selbst Maßnahmen ergreifen müssen. Dazu gehören Datenverschlüsselung, Zugangskontrollen und kontinuierliche Überwachung, um die Sicherheit in der Cloud zu gewährleisten.

Beschleunigung des Bedrohungsdatenaustauschs: CISOs sollten in einem dynamischen Ökosystem aktiv am Austausch von Bedrohungsdaten teilnehmen. Dies ermöglicht es ihnen, aktuelle Informationen über Cyberbedrohungen zu erhalten und schneller auf neue Bedrohungen zu reagieren. Durch den Austausch von Bedrohungsdaten können auch neue Ansätze zur Risikominderung entwickelt werden.

Kommunikation auf Vorstandsebene: Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand ist von entscheidender Bedeutung, um die Bedeutung von Cybersicherheit innerhalb des Unternehmens zu vermitteln. CISOs sollten regelmäßig Berichte über Cybersicherheitsrisiken, -strategien und -erfolge in einer Sprache erstellen, die von Vorstandsmitgliedern verstanden wird. Dies hilft dabei, das Bewusstsein für Cybersicherheitspraktiken auf Vorstandsebene zu fördern und die notwendige Unterstützung für Sicherheitsmaßnahmen zu erhalten.

Moderne CISOs müssen agil, proaktiv und technologisch versiert sein. Sie sollten die neuesten Technologien nutzen, um Cyberbedrohungen zu erkennen und abzuwehren, während sie gleichzeitig die Compliance und das Sicherheitsbewusstsein in der gesamten Organisation fördern. Mit den genannten strategischen Ansätzen können CISOs die Widerstandsfähigkeit ihres Unternehmens gegenüber den komplexen und sich ständig wandelnden Cyberbedrohungen erheblich verbessern.

Foto: Check Point

Marco Eggerling, CISO EMEA bei Check Point Software Technologies

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