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Check: Wann lohnt sich eine Cybersecurity-Versicherung?

Viele Unternehmen verstehen nicht, wie Cyber-Versicherungen funktionieren und ob sich der Abschluss für sie lohnt. Die Einführung eines umfassenden Datensicherungssystems kann bei der Entscheidungsfindung helfen.

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Cybersecurity-Konzept
Foto: ©AdobeStock/MstAsma

Immer mehr Unternehmen haben große Mengen an Daten, die sie vor Hackerangriffen oder Datenschutzverletzungen schützen müssen. Cybersecurity-Lösungen helfen dabei, Netzwerke, Systeme und Daten zu sichern. Zusätzlich zur Abwehr von Cyberangriffen entscheiden sich viele Unternehmen dafür, eine Cybersecurity-Versicherung abzuschließen. Diese Versicherung hilft, finanzielle Verluste im Falle eines erfolgreichen Angriffs zu decken.

Kostentreiber Ransomware

Kein Unternehmen ist sicher vor Ransomware oder Datenschutzverletzungen. Im Jahr 2023 wurden weltweit 72 Prozent der Unternehmen Opfer von Ransomware-Angriffen, was zu hohen Wiederherstellungskosten führte. Laut einer Sophos-Studie waren allein in Deutschland 42 Prozent der Unternehmen im Jahr 2022 Opfer von Ransomware-Angriffen, bei denen ihre Daten verschlüsselt wurden. Das durchschnittliche Lösegeld lag bei über einer Viertelmillion Euro.

Trotz knapper Budgets planen weltweit 51 Prozent der Unternehmen, ihre Investitionen in die Cybersicherheit zu erhöhen, um sich vor Ransomware und Datenverlusten zu schützen. Eine effektive Lösung ist der Einsatz von Business Continuity, Backup und Recovery.

Datenschutz: Sichern oder versichern?

Viele IT-Experten sind bereits mit ihren täglichen Aufgaben überlastet, besonders wegen des Fachkräftemangels. Ein Datenschutzverstoß oder ein Ransomware-Angriff kann den Betrieb zusätzlich erschweren. Doch wer eine umfassende Datenschutzlösung nutzt und sie gut mit seinem Notfallwiederherstellungsprogramm abstimmt, verbessert seine Abwehrfähigkeit gegen Cyberangriffe und sichert eine schnelle Wiederherstellung im Falle von Datenverlust oder Kompromittierung des Systems.

Es ist entscheidend, einen mehrschichtigen Sicherheitsrahmen einzuführen, um Daten zu schützen und den Wiederherstellungsprozess zu optimieren. Das beginnt mit präventiven Maßnahmen wie robusten Firewalls, Anti-Malware- und Endpoint-Sicherheitssystemen. Doch eine starke digitale Verteidigung allein reicht nicht aus. Es geht auch darum, das Datenschutzprogramm zu vervollständigen und eine umfassende 3-2-1-1-Backup-Strategie einzuführen.

Um sicherzustellen, dass Unternehmensdaten geschützt sind und leicht wiederhergestellt werden können, sollte eine Backup-Strategie verfolgt werden, die Folgendes umfasst:

  • Drei Kopien aller Daten werden aufbewahrt, inklusive des Originals und mindestens zwei Kopien.
  • Die Backups werden auf zwei verschiedenen Arten von Speichermedien gespeichert, wie zum Beispiel netzgebundenem Speicher, Band oder einem lokalen Laufwerk.
  • Eine Kopie der Daten wird außerhalb des Unternehmens gespeichert, entweder in der Cloud oder in einem sicheren externen Speicher.
  • Zusätzlich ist es ratsam, eine Datenkopie als unveränderliches Backup zu erstellen, das nicht überschrieben, geändert oder gelöscht werden kann.

Durch die Umsetzung dieser Sicherungsstrategie sind die Unternehmensdaten geschützt und können jederzeit wiederhergestellt werden. Selbst wenn Hacker vollen Zugriff auf das Netzwerk haben, ist es aufgrund der Unveränderlichkeit nahezu unmöglich, Datenkopien zu löschen oder zu manipulieren. Wirtschaftlich betrachtet überzeugt vor allem die 3-2-1-1-Backup-Strategie.

Unternehmen und ihre Führungskräfte müssen weiterhin gegen Ransomware und Cyberkriminalität kämpfen. Eine umfassende Ransomware- und Backup-Strategie reduziert das Risiko von Datenverlust und verhindert, dass hohe Lösegelder an Hacker gezahlt werden müssen. Während eine Cyber-Versicherung im Angriffsfall nur vorübergehend hilft, bietet die Investition in Backup-Lösungen den größten Nutzen, da sie das Hauptproblem des proaktiven Schutzes von Daten durch einen mehrschichtigen Ansatz angeht.

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