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Cyber-Bewusstsein: Drei Tipps für den Selbstschutz

Immer mehr elektrifizierte Dinge sind heute vernetzt. Mit jeder neuen Aktivierung eines Smartphones, jeder Installation einer intelligenten Glühbirne und jeder Einrichtung eines Kontos bei einem Streaming-Dienst breitet sich das Internet weiter in alle Geschäftsbereiche und auch das Privatleben aus.

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Foto: ©AdobeStock/janews094

Immer mehr intelligente Dinge bringen nicht nur immer mehr Komfort, sondern auch immer mehr Cyberrisiken. Insbesondere die Einrichtung einer Multi-Faktor-Authentifizierung, einer Passwortverwaltung, sowie eine achtsame Verhaltensweise sind daher umso wichtiger für die Verbesserung der Cybersicherheit.

Immer mehr elektrifizierte Dinge sind heute vernetzt. Mit jeder neuen Aktivierung eines Smartphones, jeder Installation einer intelligenten Glühbirne und jeder Einrichtung eines Kontos bei einem Streaming-Dienst breitet sich das Internet weiter in alle Geschäftsbereiche und auch das Privatleben aus. Dieses erstaunliche Wachstum birgt jedoch auch einige bekannte Risiken wie Identitätsdiebstahl, oder die Verletzung der Privatsphäre und damit einhergehend auch finanzielle Schäden. Angesichts dieser Vielzahl an Bedrohungen suchen viele Menschen nach einem Patentrezept, das ihnen dabei hilft, ihre Daten vor Kompromittierungen zu schützen. Doch gibt es für den Schutz sensibler Daten im Internet keine einfache, allgemeingültige Lösung. Es existieren jedoch diverse Vorkehrungen die Einzelpersonen und Organisationen treffen können, um sich zu einem gewissen Grad vor Angriffen zu schützen.

Implementierung der Multi-Faktor-Authentifizierung

Da sich Versicherungsunternehmen immer mehr für die Anforderungen von Cybersicherheitsrichtlinien interessieren und engagieren, ist eine der häufigsten Kontrollen, die in den meisten Richtlinien berücksichtigt werden, die Verwendung der Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Mehrere Studien haben gezeigt, dass die Implementierung von MFA in das Sicherheitsprofil eines Unternehmens die Sicherheit drastisch erhöht. Laut Microsoft können durch das Implementieren von MFA und die Bereitstellung einer zusätzlichen Sicherheitsebene über 99,9 Prozent der Angriffe, die auf eine Kompromittierung von Konten abzielen, verhindert werden.

MFA stellt sicher, dass Passwörter alleine nicht ausreichen, um auf ein Konto oder ein Profil zuzugreifen – es ist eine zusätzliche Anmeldebestätigung durch den Benutzer erforderlich, entweder per E-Mail, SMS, Anwendungsaufforderung oder auf anderem Wege. Dieser zusätzliche Schritt dient als Schutz vor Angreifern und verhindert in vielen Fällen, dass diese auf ein bestimmtes Konto zugreifen können, selbst wenn das Passwort kompromittiert wurde.

Professionelle Passwortverwaltung

Die meisten Nutzer und Unternehmen wollen sicherstellen, dass ihre Kennwörter unter keinen Umständen böswilligen Akteuren in die Hände fallen können. Deshalb ist eine effektive Passwortverwaltung von großer Bedeutung für den Schutz von Passwörtern und Konten. Passwort-Manager bieten erhöhte Sicherheit hauptsächlich durch die Fähigkeit eindeutige, komplexe und dennoch leicht zu ändernde Passwörter für alle Online-Konten zu generieren. Diese Passwörter werden sicher und verschlüsselt entweder in einem lokalen oder cloudbasierten Tresor gespeichert. Die Kontrollmechanismen ermöglichen es einer Person, für jeden Dienst oder jede Anwendung, mit der sie arbeitet, eigene Passwörter zu erstellen, zu verwenden und zu speichern. Die Allgegenwärtigkeit und Einfachheit einiger Passwort-Manager erlaubt es sogar, dass Benutzer Passwörter erstellen und verwenden können, ohne jemals das eigentliche Passwort für jeden Dienst zu kennen. Zudem können andere Konten durch die Festlegung eindeutiger Passwörter für jeden Online-Dienst und den Verzicht auf die Wiederverwendung von Passwörtern geschützt werden, sollte das Passwort eines Dienstes gefährdet sein.

Achtsamkeit als Fundament für effektive Cybersicherheit

Der Schutz von Passwörtern ist zwar ein wichtiger Faktor für eine wirksame Cybersicherheit, aber auch jeder Einzelne kann seine Passwörter schützen, indem er sich im Internet bewusst verhält. Ein achtsamer Umgang mit dem Internet umfasst einige sehr spezifische Elemente, wie zum Beispiel Skepsis gegenüber unbekannten E-Mails, SMS und anderen Online-Kontakten. Insbesondere die Vermeidung von unerwarteten oder verdächtigen Kontakten mit unbekannten Absendern trägt dazu bei, potenzielle Cyberangriffe auf Einzelpersonen und Unternehmen proaktiv zu verhindern.

Fazit

Die drei Kontrollmechanismen MFA, Passwortverwaltung und aufmerksames Verhalten im digitalen Raum sind zwar nicht die einzigen notwendigen Abwehrmaßnahmen, aber sie sind sehr wirkungsvoll. Durch die Implementierung dieser Kontrollen kann die Cybersicherheit allgemein enorm erhöht und Geschäftsabläufe und persönlichen Daten effektiv geschützt werden. Das Internet ist ein unverzichtbares und nützliches Werkzeug für alle, solange die Nutzer es achtsam und mit adäquaten und sicheren Tools nutzen.

Foto: BlueVoyant

Frank Downs, Senior Director, Proactive Services bei BlueVoyant

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