Home » News » Security Management » EU-Mitgliedsstaaten beschließen KI-Regulierung für Europa

EU-Mitgliedsstaaten beschließen KI-Regulierung für Europa

Die EU-Mitgliedsstaaten haben den AI Act im Ministerrat beschlossen. Nach der Veröffentlichung könnte der AI Act bereits Ende Juni oder Anfang Juli in Kraft treten. Unternehmen müssen dann bereits sechs Monate später erste Regeln befolgen.

1 Min. Lesezeit
AI Act
Foto: ©AdobeStock/AREE

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst betont, dass der AI Act mit der heutigen Entscheidung die letzte formale Hürde genommen habe und damit einen einheitlichen Regulierungsrahmen für Künstliche Intelligenz in Europa schaffe, der in Deutschland sofort gelte. Allerdings weist er darauf hin, dass wesentliche Fragen offenbleiben und die eigentliche Regulierungsarbeit nun erst beginne.

Ob KI in Deutschland und Europa gefördert werde oder neue Hindernisse entstünden, hänge entscheidend davon ab, wie dieser Rahmen gestaltet und die Regelungen umgesetzt würden. Wintergerst betont die Notwendigkeit, Innovationen zu fördern, die den Menschen dienen, und das Ziel, den Einsatz von KI in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft zu stärken.

Nur 13 Prozent der Unternehmen setzten derzeit KI ein, weitere 33 Prozent planten oder diskutierten dies. Die Umsetzung des AI Acts müsse dafür sorgen, dass KI in Deutschland erfolgreich entwickelt und umfassend genutzt werde, wobei praxisnahe Unterstützung der Behörden erforderlich sei.

Zudem fordert Wintergerst die EU-Kommission auf, das angekündigte AI-Office rasch einzurichten und die Anforderungen für General Purpose AI Models umzusetzen. Angesichts der Tatsache, dass diese bereits Mitte nächsten Jahres wirksam werden sollen, sei es wichtig, dass die Regulierung für diese Basismodelle bürokratiearm und praxisnah gestaltet werde. Doppelregulierungen müssten vermieden und dauerhafte Rechtssicherheit geschaffen werden.

Er betont, dass die Bundesregierung schnell einen Vorschlag für ein nationales Durchführungsgesetz vorlegen müsse, damit Unternehmen wüssten, was auf sie zukomme. Dabei dürfe die nationale Regulierung nicht zu restriktiv sein. Außerdem müssten drängende Fragen wie die nach einer zentralen Aufsichtsbehörde und deren Ausstattung beantwortet werden.

Newsletter Abonnieren

Abonnieren Sie jetzt IT-SICHERHEIT News und erhalten Sie alle 14 Tage aktuelle News, Fachbeiträge, exklusive Einladungen zu kostenlosen Webinaren und hilfreiche Downloads.

Andere interessante News

Warnung vor manipulierten KI-Modellen - Person am Laptop

KI-Modelle werden zur Codefalle

Manipulierte KI-Modelle können zum Einfallstor werden, noch bevor Training oder Inferenz starten. Schwachstellen in NeMo und PyTorch zeigen: In modernen KI-Pipelines liegt das Risi...

Sicherheit Datenverkehr

KI definiert die Cyber-Sicherheit neu – die Zenith Live 26 bietet Antworten

Die Künstliche Intelligenz ist aus dem Unternehmensalltag nicht mehr wegzudenken und geht gleichzeitig mit den dringlichsten Fragenstellungen der Sicherheits-Agenda einher. KI-Funk...

Schwachstellensuche

Mythos kippt die Cyberabwehr: Jetzt ist alles Angriffsfläche

Mit Claude Mythos Preview und Project Glasswing beginnt eine neue Phase der Cybersicherheit. Wenn Künstliche Intelligenz Schwachstellen in Betriebssystemen, Browsern und Altinfrast...