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Report: Komplexität Cloud-nativer Architekturen macht Unternehmen zu schaffen

Unternehmen setzen verstärkt auf Multi-Cloud und Cloud-native Architekturen für schnelle Transformation und sichere Innovationen. Doch die steigende Datenmenge stellt sie vor Herausforderungen. Ein neuer Bericht betont die Notwendigkeit fortgeschrittener KI-, Analyse- und Automatisierungsstrategien, um langfristigen Mehrwert zu sichern.

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Cloud-native Apps
Foto: ©AdobeStock/DavidEspejo

Für den neuen Dynatrace-Report „The state of observability 2024“ wurden 1.300 Führungskräfte wie CIOs, CTOs und andere leitende Technologieverantwortliche in Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern befragt. Fast die Hälfte der Befragten stammt aus Europa, über 100 aus Deutschland. Obwohl die meisten Unternehmen AIOps (Künstliche Intelligenz für IT-Betrieb) nutzen, ist der Nutzen oft begrenzt. In Deutschland haben zum Beispiel 84 Prozent der Unternehmen AIOps eingeführt, um die Verwaltung ihrer Multi-Cloud-Umgebung zu erleichtern (weltweit 72 Prozent). Jedoch gaben 99 Prozent der deutschen Befragten an, dass probabilistische maschinelle Lernansätze den Wert von AIOps einschränken (weltweit 97 Prozent). Dies liegt daran, dass viel manueller Aufwand für zuverlässige Erkenntnisse erforderlich ist, was sich negativ auf Geschäftsergebnisse wie die Kundenerfahrung auswirken kann.

Wichtige Ergebnisse der Studie:

Die durchschnittliche Multicloud-Umgebung umfasst 12 verschiedene Plattformen und Services.

Unternehmen nutzen im Durchschnitt 10 verschiedene Überwachungs- und Beobachtungstools für Anwendungen, Infrastruktur und Benutzererfahrung.

In Deutschland geben 99 Prozent der Unternehmen an, dass die Komplexität ihres Technologie-Stacks in den letzten 12 Monaten zugenommen hat, und 51 Prozent erwarten weitere Zunahmen (weltweit 88 Prozent).

82 Prozent der deutschen Technologieführer sagen, dass die Anzahl der Tools, Plattformen, Dashboards und Anwendungen, auf die sie angewiesen sind, die Verwaltung einer Multi-Cloud-Umgebung noch komplexer macht (weltweit 85 Prozent).

Die Komplexität von Multi-Cloud-Umgebungen beeinträchtigt laut 85 Prozent der deutschen Teilnehmer die Bereitstellung herausragender Kundenerfahrungen (87 Prozent weltweit) und erschwert den Schutz von Anwendungen (77 Prozent in Deutschland, 84 Prozent weltweit).

Cloud-native Technologie-Stacks führen laut 80 Prozent der deutschen Studienteilnehmer zu einer rasanten Datenzunahme, die von Menschen nicht mehr bewältigt werden kann (weltweit 86 Prozent).

87 Prozent der deutschen Technologieverantwortlichen sagen, dass manuelle Ansätze für die Protokollverwaltung und -analyse nicht mit dem Tempo der Veränderungen im Technologie-Stack und den dabei anfallenden Datenmengen Schritt halten können (weltweit 81 Prozent).

83 Prozent der befragten deutschen Experten geben an, dass die Zeit, die ihre Teams für die Wartung von Überwachungstools und die Aufbereitung von Daten für die Analyse aufwenden, der Zeit für Innovationen fehlt (weltweit 81 Prozent).

Bernd Greifeneder, CTO bei Dynatrace, analysiert den CIO-Report und erkennt die Schwierigkeiten und Herausforderungen, mit denen Unternehmen konfrontiert sind. Er betont die wachsende Komplexität von Cloud-native Architekturen und die damit verbundenen Schwierigkeiten bei der Überwachung und Sicherung von Anwendungen. Dies führt zu Problemen bei wichtigen Geschäftsergebnissen wie der Kundenerfahrung und dem Schutz vor Cyber-Bedrohungen.

Obwohl viele Unternehmen AIOps einsetzen, ist der Nutzen oft begrenzt, da sie auf ungenaue und zeitaufwändige probabilistische Methoden setzen. Um diese Komplexität zu bewältigen, sind fortschrittliche KI-, Analyse- und Automatisierungsfunktionen erforderlich. Durch die Vereinheitlichung von Daten und die Unterstützung von Analysen und Automatisierung mit einer vielseitigen KI können Teams fundierte Entscheidungen treffen und effizienter arbeiten.

Bernd Greifeneder ist CTO und Gründer von Dynatrace
Foto: Dynatrace

Bernd Greifeneder, CTO und Gründer von Dynatrace

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