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Support von Windows 8.1 endet

Am 10. Januar 2023 endete der Support von Windows 8.1 sowie der erweiterte kostenpflichtige Support für Windows 7. Für beide Betriebssysteme bietet Microsoft keine Sicherheitsupdates mehr an. Insgesamt gibt es damit fast drei Millionen unsichere Rechner mehr in Deutschland.

1 Min. Lesezeit
Ein Laptop mit Windows 8.1 zeigt Webseiten mit einem Schild und einem Vorhängeschloss an, die Cybersicherheit symbolisieren. Um das Schild herum sind Symbole für ein WLAN-Signal, eine Chat-Blase, ein Benutzerprofil und ein Zahnrad vor einem leuchtenden Farbverlauf aus Lila und Orange zu sehen.
Foto: ©AdobeStock/TonzTonz

Microsoft bietet für Windows 8.1 und Windows 7 keine Sicherheitsupdates mehr an. Für Windows 8.1. gibt es zudem kein Extended-Security-Update-(ESU)-Programm. Für Unternehmen und Privatanwender wird es damit höchste Zeit, den Umstieg zu planen.

„Fast drei Millionen unsichere Windows-Computer sind allein von Deutschland aus im Netz unterwegs. Das sind tickende Zeitbomben, denn: Für Cyberkriminelle sind diese Rechner einfach zu attackierende Ziele. Eine bekannte und nicht geschlossene Sicherheitslücke genügt – und die Computer sind schlimmstenfalls offen wie ein Scheunentor“, sagt Thorsten Urbanski, IT-Sicherheitsexperte bei ESET.  

Allein 2021 wurden laut ESET 1212 Sicherheitslücken in Programmen von Microsoft entdeckt. Bei einem veralteten Betriebssystem werden diese jedoch gar nicht mehr von offiziellen Stellen dokumentiert. „Informationen über solche Sicherheitslücken verbreiten sich in Untergrundforen rasant und werden für eine Vielzahl von Angriffsszenarien verwendet. Im Schadensfall ist es fraglich, ob Versicherungen beim Einsatz veralteter Software überhaupt einspringen und nicht ganz die Leistung verweigern, da diese nicht mehr dem verlangten Stand der Technik entsprechen. Ein Umstieg auf ein aktuelles Betriebssystem ist nicht nur wünschenswert, sondern unausweichlich. Alles andere wäre im Zweifelsfall sogar grob fahrlässig“, erklärt Urbanski weiter.  

Vier von fünf Computern mit Internetverbindung in Deutschland haben Windows als Betriebssystem installiert. Dieser Anteil sei schon seit einigen Jahren recht konstant. Abgeschlagen auf dem zweiten Platz folge macOS mit rund 17 Prozent. Alternativen wie Linux oder Chrome OS seien lediglich auf etwas über zwei Prozent der Rechner installiert, so ESET. Damit dominiere Windows den Betriebssystemmarkt.  

Unternehmen sollten nun schnellstens auf eine neuere Windows-Version oder auch auf eine Linux-Distribution umsteigen. Aber nicht nur das Betriebssystem, auch die Hardware sowie die installierte Software sollten immer aktuell sein. Vom Hersteller bereitgestellte Updates sollten Anwender umgehend einspielen. Empfehlenswert ist es, die automatische Updatefunktion, wenn verfügbar, zu aktivieren. Außerdem sei eine moderne Internet-Security-Software Pflicht.  

(ESET / SF)  

 

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