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Über 90 Prozent der Unternehmen weltweit von Netzwerkausfällen betroffen

Eine neue Studie zeigt, dass lediglich 9 Prozent der CIOs weltweit bislang von Netzwerkausfällen verschont geblieben sind. Das bedeutet, dass sich 91 Prozent aller Unternehmen mindestens einmal pro Quartal mit ungeplanten Downtime-Zeiten auseinandersetzen müssen.

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Netzwerkausfall
Foto: ©AdobeStock/3dkombinat

Die Umfrage des Smart-Out-of-Band-Managementlösungsanbieters Opengear umfasste insgesamt 502 CIOs und 510 Netzwerkingenieure weltweit, darunter 100 CIOs und 101 Ingenieure aus Deutschland. Das Ausmaß und die Häufigkeit von Netzwerkausfällen sind sowohl global als auch in Deutschland besorgniserregend. In Deutschland kämpfen die meisten Unternehmen regelmäßig mit Netzwerkausfällen, da 84 Prozent mindestens einmal pro Quartal von Downtime-Zeiten betroffen sind. Jeder dritte CIO (35 Prozent) geht sogar von drei bis vier Unterbrechungen pro Quartal aus. Die Netzwerktechniker deutscher Unternehmen sehen die Lage noch kritischer, da nur 7 Prozent angeben, von Ausfällen verschont geblieben zu sein. 48 Prozent berichten von durchschnittlich drei bis vier ungeplanten Downtimes pro Quartal.

Die Studie verdeutlicht auch die erheblichen finanziellen Auswirkungen von Netzwerkausfällen auf Unternehmen. Jeder vierte deutsche CIO (26 Prozent) gibt an, dass pro Minute Unterbrechung eine Summe zwischen 2.501 und 5.000 US-Dollar verloren geht. Im Durchschnitt beträgt der Verlustwert über alle Befragten hinweg 3.147 US-Dollar pro Minute Ausfallzeit.

Aufgrund der fortlaufenden Netzwerkausfälle und des zunehmenden wirtschaftlichen Drucks finden es 79 Prozent der CIOs in Deutschland heute schwieriger, die Erwartungen ihrer Kunden zu erfüllen. Diese Sorge wird auch von 63 Prozent der Netzwerktechniker geteilt. Infolgedessen haben 91 Prozent der CIOs in den letzten zwölf Monaten ihr Budget aufgestockt, um die Widerstandsfähigkeit ihrer Netzwerke zu verbessern. Über 59 Prozent investieren mehr als ein Viertel ihres IT-Budgets in Infrastrukturausgaben zur Sicherung des Betriebs. Wenn solche Investitionen nicht getätigt oder verzögert werden, befürchten 46 Prozent der Netzwerktechniker in Deutschland ein erhöhtes Risiko für Cyberangriffe und eine Zunahme ungeplanter Ausfallzeiten. Des Weiteren haben 32 Prozent Bedenken, dass Innovationsprojekte ins Stocken geraten könnten.

Zusätzlich geben 83 Prozent der deutschen CIOs an, dass der Mangel an technischen Fachkräften in der Branche sich negativ auf das Management der Netzwerkinfrastruktur und die Sicherstellung der Netzwerkstabilität auswirkt. Für 27 Prozent ist diese Auswirkung sogar erheblich. Vor diesem Hintergrund betrachten 44 Prozent der CIOs in Deutschland Investitionen in Automatisierung, Künstliche Intelligenz und andere moderne Technologien als entscheidend, um der Fachkräftelücke entgegenzuwirken.

Gary Marks, Präsident von Opengear, betont die Herausforderungen, denen Unternehmen im Jahr 2023 aufgrund von Netzwerkausfällen gegenüberstehen. Er erklärt, dass es nicht überraschend ist, dass CIOs vermehrt in die Netzwerkstabilität investieren, um Ausfällen vorzubeugen. Dabei sei es jedoch entscheidend, wohin diese Investitionen fließen. Um die Geschäftskontinuität zu gewährleisten, benötigen Unternehmen jederzeit Zugriff auf ihre kritischen Ressourcen – von der Bereitstellung am ersten Tag über die tägliche Wartung bis hin zum Ernstfall. Smart-Out-of-Band-Technologien ermöglichen die Behebung von Netzwerkproblemen von jedem Standort aus und tragen so dazu bei, die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu stärken.

Die vollständige Studie ist hier online verfügbar.

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