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Wie Experten das Backup der Zukunft sehen

Der Ostersonntag musste sich seinen Tag in diesem Jahr mit einem der weltweit wichtigsten Tage in der IT teilen - dem World Backup Day. Backups sind ein essentieller Bestandteil der Datensicherung und es ist sinnvoll, sich regelmäßig Gedanken darüber zu machen, wie sich die Datensicherung verbessern lässt. Zwei Experten äußern sich zur aktuellen Lage und Zukunft des Backups.

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Backup
Foto: ©AdobeStock/ Murrstock

Ines Wolf, Manager Pre-Sales bei Quantum, betont die entscheidende Rolle der Künstlichen Intelligenz (KI) in der heutigen Technologielandschaft und ihre langfristige Auswirkung auf das Datenwachstum. Die Qualität von neuen KI-Lösungen hängt direkt von der Menge, Qualität und Vielfalt der bereitgestellten Daten ab. Ein umfangreicher Datensatz ermöglicht es einem KI-Modell, Muster besser zu erkennen oder Inhalte zu generieren. Unternehmen verwenden allgemeine Daten, um spezifische Daten zu erstellen oder Basisdaten zu verbessern, um Wettbewerbsvorteile zu erzielen und den Wert ihres Unternehmens zu steigern. Um diese Werte zu schützen, müssen Unternehmen sicherstellen, dass ihre Daten vor Verlust geschützt sind. Der World Backup Day 2024 konzentriert sich daher auf die Verbindung zwischen KI und dem zunehmenden Datenwachstum.

Für Unternehmen stellt sich die große Herausforderung, wie sie die stark steigenden Datenmengen im Zeitalter der KI kosteneffizient speichern, sichern und im Notfall schnell wiederherstellen können. Aktuelle Technologien scheinen oft nicht auszureichen, um diese Anforderungen zu erfüllen.

Eine Lösung liegt in der intelligenten Kombination von zwei Speichertechnologien: Solid-State-Flash und Tape. Backup-Speicher mit SSDs bieten hohe Leistung für Backup und Wiederherstellung, während Tapespeicher eine kostengünstige Skalierung und einfache Backupprozesse ermöglichen. Durch diese Kombination können selbst große KI-Datensätze effizient, einfach und leistungsfähig gesichert und bei Bedarf wiederhergestellt werden.

Unternehmen, die auf KI setzen, sollten sich daher zum World Backup Day 2024 strategisch mit neuen Kombinationen bekannter Speichertechnologien für Backups auseinandersetzen, um ihre Daten optimal zu schützen und zu verwalten.

Sascha Hempe von Datadobi empfiehlt, dass Unternehmen ihre Datenbestände genau kennen und besonders kritische Daten durch eine „goldene Kopie“ sichern sollten. Er erklärt, dass die Gefahr, Daten zu verlieren, real und ständig präsent ist. Täglich zeigen Vorfälle wie Datenverlust durch Ransomware, böswilliges oder versehentliches Löschen und viele andere Bedrohungen, wie wichtig Datensicherung über Backups ist. Da Daten für viele Unternehmen lebenswichtig sind, ist eine gut durchdachte und getestete Datensicherungsstrategie entscheidend.

Viele Unternehmen sichern ihre Daten zwar irgendwie über Backups, aber oft gibt es Lücken und die Strategie ist nicht effizient. Eine der größten Herausforderungen bei der Entwicklung einer passenden Strategie ist das genaue Wissen über die Unternehmensdaten. Viele Unternehmen kennen ihren Datenbestand, der sich über Jahrzehnte angesammelt hat, nicht genau.

Der erste Schritt zu einer guten Datensicherungsstrategie besteht darin, dass Unternehmen ihre Daten besser verstehen müssen. Man kann kaum etwas schützen, von dem man nicht weiß, dass man es hat. Das manuelle Durchsuchen von jahrzehntelangen Datenbergen ist jedoch nicht sinnvoll. Professionelle Datenmanagementlösungen können helfen, Daten zu erkennen, zu klassifizieren und bei Bedarf zu verschieben oder zu löschen.

Sobald man den vollen Überblick über alle Daten hat, kann man besser entscheiden, wie man sie schützt. Kritische Unternehmensdaten sollten beispielsweise durch eine „goldene Kopie“ abgesichert werden. Diese unveränderliche Kopie wird an einem sicheren und entfernten Standort gespeichert und gewährleistet Geschäftskontinuität im Notfall.

Ines Wolf
Foto: Quantum

Ines Wolf, Manager Pre-Sales bei Quantum

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