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Datensicherung durch integrierte Appliance

Dell EMC hat auf seiner diesjährigen Partnerkonferenz in Las Vegas neue Datensicherungslösungen angekündigt. Die sogenannte Integrated Data Protection Appliance (IDPA) soll Data Domain, Backup-Software, Software zur Suche von Daten und Analytics für die Datensicherung in einer sofort einsatzbereiten Komplettlösung vereinen. Neue Funktionen im Dell EMC Cloud Data Protection-Portfolio wiederum sollen Datensicherung und Disaster Recovery in der Cloud bieten.
 
Bei der Sicherung ihrer Daten haben es Unternehmen heute häufig mit einer Vielzahl punktueller Lösungen wie Backup-Software, Backup-Server oder Suchserver für verschiedene Anwendungen, Plattformen und Daten zu tun. Der Betrieb dieser Systeme ist oft zeitaufwändig, führt oftmals zu isolierten Datensicherungs-Umgebungen und verursacht eine komplexe Verwaltung. Die neue, vorintegrierte Dell EMC Integrated Data Protection Appliance (IDPA) soll derartige Probleme beseitigen. Die Kernfeatures der Lösung sind laut Angabe des Herstellers:
 

  •     Backup-Speicher, Backup-Software, Software zur Daten-Suche und Analytics für
        die Datensicherung sind in einer einzigen Appliance vereint;
  •     sie soll ein breites Spektrum an Workloads physischer und virtueller Umgebungen
        abdecken;
  •     die Appliance unterstützt Cloud Tiering für die automatisierte Auslagerung von
        Langzeitdaten. Damit soll sich ihre Abdeckung auf die Cloud ausdehnen lassen;
  •     sie bringt Technologien für Verschlüsselung sowie Fehlererkennung und
        -behebung mit;
  •     ihre Deduplizierung sowohl für On-Premise- als auch Cloud-Daten soll eine
        durchschnittliche Deduplizierungsrate von 55:1 ermöglichen;
  •     die Appliance soll ohne Overhead skalieren können;
  •     das Flash-basierte System für VM Instant Access und die Wiederherstellung von
        virtuellen Maschinen soll es ermöglichen, auch die strikte RPO- und
        RTO-Anforderungen in VMware-Umgebungen zu erfüllen;
  •     durch ihre Flash-basierten Ressourcen soll sich die Appliance als Live-Speicher
        in Testumgebungen nutzen lassen.

 
Darüber hinaus möchte die IDPA Integrationen in geschäftskritische Plattformen, darunter MongoDB, Hadoop und MySQL bieten und damit eine verbesserte Performance sowie einen höheren Grad an Datenkontrolle ermöglichen. Außerdem soll eine einheitliche Benutzeroberfläche das einfache Erledigen alltäglicher Backup-Aufgaben wie die Planung und Verwaltung von Jobs, das Einrichten von Richtlinien für das Speichern von Langzeitdaten in der Cloud oder die Erfüllung von Service Level Agreements mit sich bringen.
 
Um die unterschiedlichen Anforderungen von mittelständischen und Großunternehmen zu erfüllen, wird die IDPA in vier verschiedenen Ausführungen verfügbar sein: DP5300, DP5800, DP8300 und DP8800. Das Einstiegsmodell bringt nach Herstellerangaben 34 Terabyte an nutzbarer Kapazität mit, die High-End-Variante ein Petabyte. Zudem will Dell EMC weitere Services anbieten, wie zum Beispiel eine Remote-Überwachung oder die automatisierte Lieferung von Ersatzteilen aus weltweit verteilten Service-Depots.
 
Neues Cloud Data Protection Portfolio
Zusätzlich zur neuen Appliance hat Dell EMC sein Angebot an Multi-Cloud-fähigen Datensicherheitslösungen ausgebaut, welche Datensicherung und Disaster Recovery in der Cloud anbieten sollen. Mit der neuen Version 3.1 der sogenannten Data Domain Virtual Edition (DD VE) sollen Backups sowohl von herkömmlichen als auch neuartigen Workloads in Amazon Web Services (AWS) sowie Microsoft Azure ermöglicht werden und Replikationen in die Cloud, aus der Cloud und innerhalb der Cloud unterstützt werden. Mit Hilfe einer Data Protection Suite sollen sich diese Backups zudem überwachen und auswerten lassen.
 
Verfügbarkeiten
Die Dell EMC Integrated Data Protection Appliance kann ab sofort bestellt werden und wird ab Sommer 2017 allgemein verfügbar sein. Die neuen Cloud-Funktionen sind mit den neuen Versionen der Data Domain Virtual Edition (3.1) und der Data Protection Suite verfügbar.