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Industrial Firewall genuwall

Der deutsche IT-Sicherheitshersteller genua präsentierte auf der diesjährigen Hannover Messe eine neue Lösung für die vernetzte Industrie 4.0. Die Industrial Firewall genuwall soll die Segmentierung von Produktionsnetzen in separate Sicherheitszonen ermöglichen: Beispielsweis sollen Systeme mit Internet-Anschluss von solchen ohne getrennt werden, für hochkritische Anlagen eigene Sicherheitszonen eingerichtet und der Datenfluss zwischen den Bereichen exakt kontrolliert werden. Durch diese zusätzlichen Barrieren soll ein hohes Sicherheitsniveau erreicht werden.
 
Um den Integrationsaufwand gering zu halten, kann die Industrial Firewall – nach Angaben des Anbieters –  im sogenannten Bridging Mode in bestehende Netze eingefügt werden, ohne eine einzige IP-Adresse anpassen zu müssen. Weitere Merkmale sind der Einsatz in hochverfügbaren Clustern sowie die zentrale Administration. Als neuen Service bietet das deutsche Sicherheitsunternehmen zudem IT-Sicherheitsberatung für Unternehmen, um diese auf dem Weg zur Industrie 4.0 zu unterstützen.
 
Industrieunternehmen sind attraktive Angriffsziele für Wirtschaftsspionage und Kriminelle. Denn das in langjähriger Entwicklungsarbeit aufgebaute Know-how und Kundendaten versprechen lohnende Beute. Durch die Vernetzung von Produktionsbereichen zur Industrie 4.0 vervielfachen sich jetzt die Angriffsflächen: Denn alle Maschinen und Systeme, die ans Internet angebunden werden, sind darüber prinzipiell auch angreifbar. Mit genuwall sollen in Produktionsnetzen Barrieren gegen Angriffe geschaffen werden. Je nach Schutzbedarf sollen für einzelne Maschinen, ganze Anlagen oder auch Teilbereiche des Netzes Sicherheitszonen geschaffen werden – für die Trennung sorge die Firewall. Diese kontrolliere den Datenverkehr und lasse ausschließlich gewünschte Verbindungen zu. Dabei würde ein Datendurchsatz von bis zu 1 Gbit/s erreicht, höhere Performance-Anforderungen könnten mit Clustern erfüllt werden, die auch Hochverfügbarkeit an wichtigen Schnittstellen garantieren.
 
Einfache Integration und zentrale Administration
 
Der Integrationsaufwand von genuwall in Produktionsnetze soll nach Angaben des Kirchheimer Sicherheitsanbieters gering sein, denn durch den Betrieb als Stealth-System im Bridging Mode lasse sich die Firewall in bestehende Netze einfügen, ohne eine einzige IP-Adresse ändern zu müssen. Administriert wird die Firewall über eine Management Station, die auch zentrales Monitoring bietet, um den Daten-Traffic analysieren und unerwünschte Verbindungen identifizieren zu können. Über die Management Station, so genua, lassen sich eine Vielzahl von Firewalls zentral administrieren.
 
Fit für die Industrie 4.0 durch umfassende IT-Sicherheitsberatung
 
Viele Unternehmen zögern noch, die Vernetzung zur Industrie 4.0 voranzutreiben, da sie die Risiken für ihre IT-Sicherheit nicht abschätzen können. genua gab nun bekannt, aus diesem Grund nun auch  IT-Sicherheitsberatung für Unternehmen anzubieten, die die Vorteile der Industrie 4.0 nutzen möchten. Die Beratung basiere auf bewährten Methoden wie dem BSI-Grundschutz und umfasse je nach Kundenwunsch bis zu drei Schritte: grundlegende Analyse der IT-Sicherheit; exakte Analyse von Auffälligkeiten; Erstellung von Lösungskonzepten. Mit dieser Unterstützung sollen Unternehmen Schwachstellen schließen und die weitere Vernetzung ihrer Produktion sicher gestalten können.
 
Foto: © genua