Home » Fachbeiträge » Security Management » Ist Security-Awareness Zeitverschwendung?

Ist Security-Awareness Zeitverschwendung?

Anfang der 2000er war die goldene Zeit der Awareness – es gab zahlreiche Tagungen in aller Welt, Gesamtpakete zur Steigerung der Awareness von Mitarbeitern mit Kantinen-Events (Security-Day), Tassen, Kugelschreibern und Postern. Heutzutage gibt es meist 08/15-Vorträge für die Mitarbeiter oder ein todlangweiliges computerbased Training. Ist daher die Zeit der Awareness vorbei? Ist es wirklich so, wie der „IT-Guru“ Bruce Schneider sagt: „Security-Awareness ist Zeitverschwendung“?

1 Min. Lesezeit
Foto: © adobe.stock.com/Funtap

Anfang der 2000er war die goldene Zeit der Awareness – es gab zahlreiche Tagungen in aller Welt, Gesamtpakete zur Steigerung der Awareness von Mitarbeitern mit Kantinen-Events (Security-Day), Tassen, Kugelschreibern und Postern. Heutzutage gibt es meist 08/15-Vorträge für die Mitarbeiter oder ein todlangweiliges computerbased Training. Ist daher die Zeit der Awareness vorbei? Ist es wirklich so, wie der „IT-Guru“ Bruce Schneider sagt: „Security-Awareness ist Zeitverschwendung“?

Diesen Fragen geht Sebastian Broecker in seinem <kes>-Artikel „Eine kurze Geschichte der Awareness“ nach und stellt einen zunehmenden Bedeutungsverlust fest. So reichte im „Golden Age“ ein vielleicht monatlich erscheinender Newsletter zur Awareness, heute aber seien stundenaktuelle Warnungen (z. B. bei Telefonangriffen) an der Tagesordnung. Das stehe völlig im Widerspruch zu den derzeit beliebten webbased Trainings, die meist einmal jährlich absolviert werden müssen und nur selten eine Überarbeitung erfahren. Andere Gründe für den Bedeutungsverluste sieht der Autor in einem Information-Overflow und fehlender Identifikation sowie in trügerischen Key-Performance-Indicators (KPIs). Aber es gebe trotzdem Hoffnung und man könne die Awareness retten, meint Bröcker.

Der Artikel „Eine kurze Geschichte der Awareness“ ist in der <kes> – Zeitschrift für Informations-Sicherheit erschienen.

Er ist kostenfrei unter www.kes.info/aktuelles/kes/eine-kurze-geschichte-der-awareness/ verfügbar.

Andere interessante Fachbeiträge

Wie Datenräume helfen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln

In der heutigen Zeit werden sehr große Datenmengen generiert und verwaltet, dennoch wird der Wert der Daten in Deutschland und Europa nicht voll ausgeschöpft. Die gemeinsame Nutzung von Daten kann und soll datengetriebene Anwendungen noch weiter vorantreiben, bei der Erfüllung regulatorischer Anforderungen helfen sowie einen finanziellen Mehrwert für Firmen schaffen.

NIS-2 ist alles andere als ein Papiertiger

Bis Oktober 2024 werden die EU-Mitgliedstaaten die neue NIS-2-Richtlinie (Network and Information Security Directive) in das jeweilige nationale Recht überführen – und dabei die Anforderungen und den Geltungsbereich der NIS-1 signifikant erweitern.

Pentests: Fusionen, Übernahmen und Expansionen absichern

Das schnelle Wachstum von Unternehmen, sei es durch Fusionen, Übernahmen oder einfach durch Expansion, kann zu unbekannten Schwachstellen führen. Penetrationstests sind der Schlüssel zur Identifizierung dieser Sicherheitslücken.