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Cyberabwehr neu denken: Ein moderner Leitfaden für CISOs im Zeitalter der KI

Moderne Phishing-Kampagnen können in Minuten Hunderte einzigartiger E-Mail-Varianten erzeugen. Für eine wirksame Abwehr brauchen CISOs Security Operations, die Bedrohungen auf Kampagnenebene erkennen und beseitigen – nicht E-Mail für E-Mail.

4 Min. Lesezeit
Abstrakte Hexagons und Bewegungsmuster
Bild: ©Cofense

Advertorial

Verantwortliche für Cybersicherheit stehen vor einem wachsenden operativen Ungleichgewicht. Angreifer starten Phishing-Kampagnen heute mit Tempo, Variation und Skalierung. Die meisten Security Operations reagieren jedoch weiterhin auf eine E-Mail, einen Indicator of Compromise (IOC) und einen Alert nach dem anderen.

Organisationen verfügen über mehr Informationen als je zuvor. Sie sammeln Phishing-Meldungen von Mitarbeitern und können externe Threat-Feeds einspeisen, dennoch kommt Phishing weiterhin durch – weil das Problem nicht mehr allein in der Sichtbarkeit liegt. Es ist eine Frage der operativen Skalierung.

Moderne Phishing-Operationen sind darauf ausgelegt, die Erkennung zu fragmentieren, indem sie ihre Elemente fortlaufend weiterentwickeln: Infrastruktur rotiert, Betreffzeilen ändern sich, kompromittierte Konten werden ausgetauscht, und Seiten zum Credential Harvesting werden mit geringfügigen Variationen neu erzeugt, um statischer Analyse zu entgehen. Bis ein Analyst eine schädliche URL oder Nachricht isoliert hat, kann die übergeordnete Kampagne bereits in Dutzenden oder Hunderten Postfächern existieren – unter Verwendung gänzlich anderer Indikatoren.

Daraus entsteht eine gefährliche Asymmetrie in der Sicherheit: Angreifer agieren über koordinierte Kampagnen hinweg, Verteidiger reagieren so, als sei jede E-Mail ein isoliertes Ereignis.

Warum IOC-getriebene Workflows an Grenzen stoßen

Über Jahre hinweg konzentrierte sich Phishing-Abwehr auf Mustererkennung und IOC-getriebene Workflows. Für die Eindämmung bleibt dieses Modell nützlich, doch es stößt an seine Grenzen gegen polymorphe Angriffe, die schneller mutieren, als manuelle Untersuchungszyklen mithalten können. Security-Teams kennen diese Grenzen aus erster Hand:

  • Analysten verbringen wertvolle Zeit damit, zwischen einzelnen Alerts hin- und herzuspringen, statt die übergeordnete Angriffsoperation zu verstehen.
  • Postfach-Suchen werden zunehmend reaktiv, da Angreifer mitten in der Kampagne frische Infrastruktur einführen.
  • Remediation-Maßnahmen hinken der Kampagnenverbreitung hinterher, insbesondere bei Phishing-Ereignissen mit hohem Volumen.
  • Eskalationsmüdigkeit wächst, während Analysten wiederholt geringfügige Varianten derselben zugrunde liegenden Bedrohung validieren.

Das Ergebnis ist nicht einfach eine Alert-Überlastung. Es ist eine geschwächte Reaktionseffizienz genau in den Momenten, in denen Tempo am wichtigsten ist.

Kampagnen statt Einzelmeldungen analysieren

Deshalb muss sich Phishing-Abwehr hin zu kampagnenzentrierten Erkennungs- und Remediation-Modellen verschieben. Das Ziel ist nicht mehr nur, eine Bedrohung zu identifizieren, sondern die Verhaltensmuster zu erkennen, die verwandte Angriffe als Kampagne verbinden.

Die Analyse auf Kampagnenebene verändert die Erkennungsgleichung. Statt sich ausschließlich auf statische Indikatoren zu stützen, können Security-Teams tiefere strukturelle „Fingerabdrücke“ über Phishing-Aktivitäten hinweg korrelieren – und Cluster auf Basis von Verhalten, Infrastruktur, Sprache, Credential-Framework und Targeting-Mustern bilden.

Cofenses Ansatz für Post-Perimeter-Phishing-Abwehr ist um diese operative Realität herum aufgebaut. Mit der Einführung von Vision™ 3.2 und Vision AI™ erweitert Cofense die Phishing-Remediation über das klassische IOC-Matching hinaus, indem strukturell verwandte Phishing-Varianten in koordinierten Angriffen identifiziert werden – einschließlich polymorpher Kampagnen, die gezielt darauf ausgelegt sind, Secure E-Mail Gateways und konventionelle Detection-Logik zu umgehen.

Die Plattform kombiniert künstliche Intelligenz (KI), die speziell für Phishing entwickelt wurde, mit menschlich validierten Informationen aus realen Enterprise-Meldeumgebungen. Diese Kombination ist wichtig. Sie liefert dem Security Operations Center (SOC) eine Priorisierung mit höherer Konfidenz und ermöglicht direkte Eindämmungsmaßnahmen aus einer zentralen operativen Sicht.

Was sich im SOC ändert

In der Praxis verändert das den Analysten-Workflow erheblich. Eine einzige bestätigte Phishing-Meldung kann eine breitere Kampagnenanalyse auslösen und verwandte Nachrichten aufdecken, die intern bereits zirkulieren. Analysten können die Kampagnenverbreitung untersuchen, betroffene Nutzer identifizieren, die Infrastrukturrotation bewerten und koordinierte Maßnahmen einleiten.

Unter klassischen Detection-Modellen identifiziert ein Security-Stack möglicherweise nur 15 von 300 Phishing-E-Mails, weil jede Nachricht auf IOC-Ebene leicht unterschiedlich aussieht. Mit Vision AI lassen sich dieselben 300 E-Mails als eine einzige Kampagne identifizieren, korrelieren und beseitigen. Dazu zählen auch Varianten, die per IOC-Analyse noch nicht identifiziert oder bestätigt sind – was eine frühere Remediation im Angriffslebenszyklus ermöglicht, und das Zeitfenster verkürzt, das Angreifern für einen Einbruch ins Netzwerk bleibt. Das ist der Unterschied zwischen fragmentierter Reaktion und Abwehr auf Kampagnenebene.

Die operative Wirkung ist messbar. Organisationen, die Cofense Phishing Remediation einsetzen, berichten von:

  • 96 Prozent schnellerer Mean Time to Detect (MTTD)
  • 90 Prozent schnellerer Mean Time to Remediate (MTTR)
  • Search-and-Quarantine-Aktionen in unter einer Minute
  • eine bis zu vierfache Steigerung der Produktivität bei Analysten durch KI-gestützte Triage- und Remediation-Workflows

Diese Zuwächse sind nicht bloß Effizienzkennzahlen. Sie wirken sich direkt auf Expositionsfenster bei laufenden Phishing-Vorfällen aus. In großen Enterprise-Umgebungen kann bereits eine 30-minütige Verzögerung in der Eindämmung das Risiko von Credential-Kompromittierung, die Exposition gegenüber Business E-Mail Compromise sowie nachgelagerte Möglichkeiten für laterale Bewegung spürbar erhöhen.

KI als Beschleuniger für das SOC

Diese große Verschiebung ist strategischer Natur. Wichtig dabei: Die Rolle der KI in diesem Modell besteht nicht darin, Analysten zu ersetzen. Die stärksten Security-Operations-Teams bleiben menschlich geführt, insbesondere bei Untersuchungen mit hoher Tragweite und bei Eindämmungsentscheidungen.

Der Wert der KI liegt in ihrer Fähigkeit, Untersuchungszeiträume zu verdichten, Zusammenhänge sichtbar zu machen, deren manuelle Aufdeckung Analysten Stunden kosten würde, und die operative Verzögerung zwischen Erkennung und Maßnahme zu verringern.

Diese Unterscheidung ist wichtig, denn die meisten SOCs leiden nicht gerade an einem Mangel an Alerts. Sie leiden an einem Mangel an Zeit, Kontext und operativer Kapazität während aktiver Angriffe. Kampagnenzentrierte Phishing-Abwehr adressiert dieses Problem direkt.

Am besten vorbereitet auf die nächste Phase der Phishing-Bedrohungen sind Organisationen, die koordinierte Angriffsoperationen früh erkennen, Bedrohungen schnell validieren und Kampagnen unterbrechen können, bevor diese innerhalb einer Umgebung operative Skalierung erreichen. Denn zunehmend ist die eigentliche Bedrohung nicht die einzelne Phishing-E-Mail. Es ist die Kampagne dahinter.

Wer mehr darüber erfahren möchte, wie Cofense Vision AI und die Cofense-Plattform Security-Teams dabei unterstützen, Phishing-Kampagnen auf Enterprise-Niveau zu identifizieren, einzudämmen und zu beseitigen, findet weitere Informationen im Vision-AI-Blog und auf der Plattformseite:

Hier geht’s zum Blog.

Mehr erfahren.

Porträt James Hickey

Autor: James Hickey, Principal Sales Engineer bei Cofense

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