Home » News » Cybersecurity » Model Context Protocol – nützlich für Cybersecurity, aber auch gefährlich

Model Context Protocol – nützlich für Cybersecurity, aber auch gefährlich

Die redaktionelle <kes>-live-Reihe widmet sich in einem Webinar dem Model Context Protocol (MCP): von der Funktionsweise über Sicherheitsrisiken bis hin zu konkreten Handlungsempfehlungen.

1 Min. Lesezeit
Model Context Protocol - abstrakte Darstellung
Quelle: DATAKONTEXT/KI

Das Model Context Protocol (MCP) sorgt in der Cybersecurity-Community spätestens seit der RSA Conference im Frühjahr 2025 für Aufsehen. Der vom LLM-Anbieter Anthropic vorangetriebene offene Standard soll KI-Systemen und Agenten eine einheitliche Methode geben, um mit Anwendungen, Werkzeugen und Daten zu kommunizieren – beschrieben als „USB-C Port for LLMs“. Gleichzeitig mehren sich Versprechen aus der Industrie, MCP werde Sicherheitsanwendungen grundlegend verändern. Das Webinar liefert dazu eine kritische Bestandsaufnahme.

Aufbau, Risiken und Einsatz in der Praxis

Die Referenten erläutern zunächst, was hinter dem Model Context Protocol steckt: seine Entstehung, seine Rolle in aktuellen KI-Systemen sowie Aufbau und Funktionsweise der einzelnen Komponenten. Anschließend beleuchten sie sowohl die Vorteile als auch die Risiken anhand aktueller Beispiele.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Einsatz von MCP auf der Verteidigungsseite der Cybersecurity – etwa im SOC-Umfeld, bei Threat Intelligence oder der Anbindung von EDR- und SIEM-Systemen. Gleichzeitig nehmen die Referenten die Heilsversprechen der Branche kritisch unter die Lupe.

Denn ein unkontrollierter Einsatz von MCP vergrößert die Angriffsfläche: Prompt Injection über externe Plattformen, Command Injection durch fehlende Input-Validierung, Tenant-Datenlecks und Supply-Chain-Angriffe auf frei verfügbare MCP-Server sind bereits dokumentierte Angriffsszenarien. Auch klassische Schwachstellen wie unzureichende Authentifizierung und zu weit gefasste Berechtigungen spielen eine Rolle.

  • Model, Agent und Kontext
  • Komponenten, Aufbau und Funktionsweise
  • Vorteile, neue Risiken und Alternativen
  • MCP als Heilsbringer der Cybersicherheit? Ablösung der „Plattformisierung“?
  • Gefahrenpotenzial, Schwachpunkte, bekannte und mögliche Angriffe
  • Fazit, Ausblick und Fragen

Die Referenten

Paula Hemker (CC, CSA) ist Presales Consultant bei der genua GmbH. Sie kam über die Ausbildung zur Fachinformatikerin für Anwendungsentwicklung und eine Tätigkeit als SOC-Analystin in die Security-Branche.

Thomas Hemker (CISSP, CISM, CISA, CDPSE) verantwortet bei der DCSO Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation GmbH den Threat Intelligence Service und ist Mitglied im Expertenkreis Cybersicherheit des BSI.

Die Teilnahme am Webinar ist kostenlos (Registrierung nötig). Interessierte können sich hier anmelden.

Newsletter Abonnieren

Abonnieren Sie jetzt IT-SICHERHEIT News und erhalten Sie alle 14 Tage aktuelle News, Fachbeiträge, exklusive Einladungen zu kostenlosen Webinaren und hilfreiche Downloads.

Andere interessante News

Device Authentifikationskonzept

OAuth wird zur Angriffswaffe

Cyber-Kriminelle missbrauchen den OAuth-Device-Code-Flow für Phishing ohne Passwortdiebstahl. Kommerzielle Angriffswerkzeuge machen aus einer legitimen Komfortfunktion eine breit a...

KI- und menschliche Hand tippend auf der Tastatur mit Cybersecurity-Symbol

Angreifer schleusen Remcos RAT und GhostLoader in KI-Agenten ein

Sicherheitsforscher von Zscaler haben eine Angriffskampagne dokumentiert, die autonome KI-Agenten in Entwicklerumgebungen kompromittiert. Über ein manipuliertes OpenClaw-Skill gela...

KI-gestützte Lieferkette

G7-Richtlinie macht KI-Lieferketten transparenter

Künstliche Intelligenz (KI) wird zur kritischen Infrastruktur moderner IT. Doch oft bleibt unklar, welche Modelle, Datenquellen und Abhängigkeiten in einem System stecken. Eine neu...