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Hackerangriff auf Berlin: Wenn Backup allein nicht mehr schützt

Beim Cyberangriff auf das Berliner Landesnetz flossen 5,8 Terabyte an Daten ab und wurden im Darknet veröffentlicht. Der Fall zeigt: Bei Data Exfiltration stoßen klassische Wiederherstellungskonzepte an ihre Grenzen.

1 Min. Lesezeit
Finger drückt auf das Hologramm eines Cybersecurity-Symbols
Foto: ©AdobeStock/SL Creations

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Kein typischer Ransomware-Angriff

Bei einem Ransomware-Angriff werden Systeme verschlüsselt, so dass der Betrieb stillsteht – und wenn man es hat – rettet ein sauberes Backup die Daten. In Berlin lag der Schwerpunkt der Angreifer jedoch auf der Entwendung und anschließenden Veröffentlichung von rund 1,44 Millionen Dateien – darunter gescannte Ausweise, Personalakten und Klartext-Passwortlisten.

Statt Verschlüsselung der Daten war Datenabfluss das Problem – und deren Veröffentlichung. Während ein Backup verschlüsselte Systeme wiederherstellen kann, macht kein Restore der Welt einmal abgeflossene und veröffentlichte Daten wieder privat.

Prävention in 5 Schritten

  1. Technische und organisatorische Basismaßnahmen
  2. Konsequente Datenhygiene
  3. Data Discovery und Klassifizierung
  4. Früherkennung von Daten-Exfiltration
  5. Absicherung der Infrastruktur & Cleanroom-Recovery

Die Backup-Infrastruktur selbst muss durch Immutability (Unveränderbarkeit), Air Gaps, MFA und das Vier-Augen-Prinzip geschützt werden. Im Ernstfall ermöglichen Cleanroom-Konzepte eine isolierte Wiederherstellung und Überprüfung von Systemen vor der Rückführung in den Betrieb.

Schutzkonzepte, die greifen

Wirksame Cyber Resilience unterscheidet sich vom Backup, indem der klassische Zugangsschutz durch proaktive Datenhygiene und kontinuierliches Monitoring über den gesamten Datenbestand ergänzt wird.

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Referentenporträt Markus Stumpf

Markus Stumpf ist Chief Technology Officer der Empalis Consulting GmbH. Er leitete sechs Jahre das Data Protection Managed Service Team, das er mit aufbaute, und entwickelte anschließend für zwei Jahre das Empalis Business Development. Als Experte für Datensicherungs-Lösungen wie IBM Storage Protect, Veeam, Rubrik, Impossible Cloud, Wasabi und Cohesity und über 20 Jahren Erfahrung in Implementierung, Betrieb und Trainings beantwortet er gern all Ihre Fragen.

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