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DevOps-Ausfälle nehmen stark zu: Störungsdauer fast verdoppelt

607 Vorfälle und mehr als 9.255 Stunden beeinträchtigter Betrieb: Laut GitProtect haben Störungen großer DevOps-Plattformen 2025 deutlich zugenommen. Besonders kritisch ist, dass nicht nur die Zahl, sondern vor allem die Dauer schwerer Ausfälle wächst.

1 Min. Lesezeit
Finger zeigt auf das Wort Dev-Ops
Foto: ©AdobeStock/Sikov

Cloudbasierte Entwicklungsplattformen sind für Softwareteams längst geschäftskritische Infrastruktur. Wie abhängig Unternehmen von ihrer Verfügbarkeit sind, zeigt der „DevOps Threats Unwrapped Report 2026“ von GitProtect: 2025 registrierte das Unternehmen auf führenden DevOps-Plattformen 607 relevante Vorfälle – 21 Prozent mehr als 2024. Die kumulierte Beeinträchtigungsdauer stieg sogar um rund 95 Prozent von 4.755 auf 9.255 Stunden und 26 Minuten.

GitProtect beziffert den daraus resultierenden Produktivitätsverlust bei angenommenen Entwicklerkosten von 80 US-Dollar pro Stunde auf mehr als 740.000 Dollar.

Schwere Störungen nehmen überproportional zu

Besonders auffällig ist die Entwicklung bei kritischen und schwerwiegenden Ereignissen. 156 solcher Vorfälle verursachten insgesamt 1.769 Stunden und 43 Minuten beeinträchtigten Betrieb. Ihre Zahl lag damit 69 Prozent über dem Vorjahreswert. Die Ursachen verteilen sich dabei sehr unterschiedlich:

  • Leistungseinbußen: 374 Fälle beziehungsweise 62 Prozent aller Vorfälle, aber lediglich 34 Prozent der Gesamtdauer mit 3.059 Stunden.
  • Wartung: nur 4 Prozent der Ereignisse, jedoch 30 Prozent der gesamten Störungsdauer.
  • Kritische und schwerwiegende Vorfälle: 26 Prozent aller Ereignisse und 22 Prozent der Gesamtdauer.
  • Vorfälle ohne direkte Auswirkungen: 8 Prozent der Ereignisse und 16 Prozent der erfassten Dauer.

Damit zeigt sich: Häufig auftretende Störungen verursachen nicht automatisch die größten Ausfallzeiten. Einzelne langwierige Ereignisse können wesentlich stärker ins Gewicht fallen.

GitLab mit den meisten schweren Vorfällen

Bei den kritischen und schwerwiegenden Ausfällen lag GitLab 2025 mit 62 Vorfällen und mehr als 754 Stunden Beeinträchtigung vorn. Jira kam auf 44 Vorfälle und knapp 728 Stunden, GitHub auf 35 Vorfälle und 172 Stunden. Bitbucket verzeichnete 15 Ereignisse mit insgesamt knapp 114 Stunden.

Einzelne Ausfälle dauerten ungewöhnlich lange. Bei GitLab führte im Juli unter anderem das versehentliche Löschen von OAuth-Refresh-Token zu einer fast 50-stündigen Störung. Bitbucket verzeichnete im Mai einen rund 49 Stunden dauernden Ausfall der Pipeline-Ausführung. GitHub litt im März unter einer mehr als 58 Stunden währenden Beeinträchtigung durch zwei Vorfälle, darunter Probleme mit abgelaufenen internen Zugangsdaten.

Cloud-Resilienz braucht eigene Vorsorge

Die Zahlen verdeutlichen, dass auch große Plattformanbieter Ausfälle nicht vollständig verhindern können. Für Unternehmen wird deshalb die eigene Wiederanlaufstrategie wichtiger. GitProtect empfiehlt unabhängige Backups, alternative Kommunikationswege, Offline-Zugriff auf relevante Daten sowie klar definierte Incident-Response-Prozesse.

Native Hochverfügbarkeit des Cloud-Anbieters allein reicht damit nicht aus. Wer Quellcode, Tickets, Pipelines und Entwicklungsdaten ausschließlich einer Plattform überlässt, übernimmt zugleich deren Ausfallrisiko.

Der vollständige Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Verteilung der Vorfälle auf Entwicklerplattformen nach Auswirkung
Quelle: GitProtect

Verteilung der Vorfälle auf Entwicklerplattformen nach Auswirkung

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