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Sipulitie- und Tsätti-Marktplätze nach Dark-Web-Ermittlungen abgeschaltet

Der finnische Zoll, die schwedische Polizei und globale Ermittlungsbehörden haben die Schließung der Dark-Web-Marktplätze Sipulitie und Tsätti bekannt gegeben. Diese Plattformen waren über Jahre hinweg Anlaufstellen für den illegalen Handel mit Drogen, Waffen und gestohlenen Daten. Die erfolgreiche Schließung wurde durch eine intensive Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen und der Privatwirtschaft ermöglicht.

1 Min. Lesezeit
Dark-Web - Tippende Hände
Foto: ©AdobeStock/cendeced

Die Ermittlungen gegen Sipulitie und verbundene Plattformen sind noch in vollem Gange, und weitere Informationen werden in den kommenden Monaten erwartet. Der Administrator des Marktplatzes gab an, dass Sipulitie etwa 1,3 Millionen Euro erwirtschaftete, vor allem durch den illegalen Verkauf von Betäubungsmitteln über das TOR-Netzwerk.

Behörden haben bereits zentrale Figuren hinter den Operationen identifiziert, darunter den Administrator der Webseite sowie weitere Beteiligte. Zudem wurden zahlreiche Nutzer des Marktplatzes – sowohl Anbieter als auch Kunden – anhand von beschlagnahmten Daten enttarnt.

Alexandru Cătălin Coșoi, Chief Security Strategist bei Bitdefender, einem der Unternehmen, die den finnischen Zoll mit entscheidenden Ermittlungsergebnissen unterstützten, äußerte sich zu der erfolgreichen Operation: „Wir freuen uns sehr über die Abschaltung der beiden Marktplätze und gratulieren dem finnischen Zoll, der schwedischen Polizei sowie den globalen staatlichen Ermittlungsbehörden und allen anderen Beteiligten. Diese Operation beweist, wie effektiv die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Institutionen und privaten IT-Sicherheitsanbietern ist, um illegale Online-Aktivitäten aufzudecken. Der Fall des illegalen Handels mit Drogen und Betäubungsmitteln sendet eine klare Botschaft an Cyberkriminelle, die glauben, das Darknet schütze sie und garantiere Anonymität: Wenn sie das Ziel internationaler Ermittlungen werden, gibt es kein Entkommen mehr.“

Bitdefender hat sich verpflichtet, seine Expertise anzubieten, um Cyberkriminalität weltweit zu bekämpfen. Strafverfolgungsbehörden können sich mit der Bitte um Hilfe an forensics@bitdefender.com wenden.

Weitere Informationen gibt es hier.

Takedown des Marktplatzes.
Quelle: Finnischer Zoll

Takedown des Marktplatzes.

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