Home » News » Cybersecurity » Große Tech-Konzerne beliebtestes Ziel von Datendieben

Große Tech-Konzerne beliebtestes Ziel von Datendieben

Google-, Facebook- und Amazon-Nutzer aufgepasst: Cyberkriminelle greifen immer häufiger zu raffinierten Täuschungen, um unter dem Namen dieser beliebten Dienste an persönliche Daten und Geld zu gelangen. Die Anzahl der Zugriffsversuche auf gefälschte Inhalte im Namen dieser Marken ist im Vergleich zum Vorjahr um 40 Prozent gestiegen.

1 Min. Lesezeit
Phishing im Meer von Daten
Foto: ©AdobeStock/NickArt

Cyberkriminelle nutzten im ersten Halbjahr 2024 besonders häufig Google-Dienste als Köder: Phishing-Seiten, die zur Eingabe von Google-Kontodaten aufforderten, wurden über vier Millionen Mal angeklickt – mehr als dreimal so oft wie im Vorjahr. Facebook folgte mit 3,7 Millionen und Amazon mit 3 Millionen Zugriffsversuchen.

Die Top-10 der Phishing-Ziele:

  1. Google: 4,2 Millionen
  2. Facebook: 3,7 Millionen
  3. Amazon: 3,1 Millionen
  4. Microsoft: 2,8 Millionen
  5. DHL: 2,6 Millionen
  6. PayPal: 1,6 Millionen
  7. Mastercard: 1,5 Millionen
  8. Apple: 1,3 Millionen
  9. Netflix: 1,2 Millionen
  10. Instagram: 0,3 Millionen

Sicherheitsexpertin Olga Svistunova von Kaspersky erklärt: „Phishing-Versuche zielen besonders auf Google ab, weil der Zugang zu einem Gmail-Konto auch Zugang zu vielen anderen Diensten ermöglicht. Auch Angriffe auf Mastercard nehmen zu, oft in Verbindung mit Fake-Shops, die vorgeben, Mastercard-Zahlungen anzubieten.“

Kaspersky-Tipps zum Schutz vor Phishing:

  • Seien Sie misstrauisch bei Nachrichten, die Dringlichkeit vorgaukeln.
  • Seriöse Unternehmen fragen niemals per E-Mail nach persönlichen Informationen oder Kontodaten.
  • Wenn der Absender einer Nachricht vertrauenswürdig erscheint, aber der Inhalt verdächtig ist, bestätigen Sie die Echtheit über einen anderen Kommunikationsweg (z. B. telefonisch).
  • Überprüfen Sie die URL genau auf ungewöhnliche Schreibweisen, wie eine 1 statt eines „l“ oder eine Null statt eines „O“.
  • Verwenden Sie für jeden Online-Account ein sicheres Passwort mit mindestens zwölf Zeichen, einschließlich Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen.
  • Geben Sie persönliche Informationen niemals an Dritte weiter.
  • Nutzen Sie Sicherheitssoftware.

Kaspersky-Lösungen blockierten im ersten Halbjahr 2024 insgesamt 26 Millionen Zugriffsversuche auf gefälschte Inhalte unter dem Namen von Google, Facebook und Co.; ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Kaspersky-Phishing-Statistiken
Quelle: Kaspersky

Newsletter Abonnieren

Abonnieren Sie jetzt IT-SICHERHEIT News und erhalten Sie alle 14 Tage aktuelle News, Fachbeiträge, exklusive Einladungen zu kostenlosen Webinaren und hilfreiche Downloads.

Andere interessante News

Abstrakte Darstellung von Netzwerk-Graphen

Angriffspfade sichtbar machen

Ein kompromittiertes Konto ist oft nur der Anfang. Angriffspfadanalysen zeigen, wie Eindringlinge geschäftskritische Systeme erreichen könnten – und wo Unternehmen ansetzen sollten...

Symbolbild Digitale Souveränität - EU-Flagge

Wie souverän ist die Wiederherstellung?

Ein heimischer Datenstandort allein schützt keine Handlungsfähigkeit. Nach einem Cyberangriff müssen auch Backups, Zugriffsrechte und Wiederherstellung zu den Souveränitätsvorgaben...

Schwachstelle im Netzwerk

NetScaler-Angriffe zeigen, wie verwundbar die Netzgrenze bleibt

Angreifer nutzen Citrix-NetScaler-Schwachstellen, um sich privilegierten Zugriff zu sichern und interne Netze auszukundschaften. Parallel beschleunigt künstliche Intelligenz die Su...

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie keine Sicherheitsnews mehr – abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter!