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Messevorschau: Security Essen 2026: Was Cyber-Sicherheitsprofis auf der Messe erwartet

Die Security Essen öffnet vom 22. bis 25. September ihre Tore und bringt ein umfangreiches Programm rund um digitale Bedrohungen, Drohnentechnologie sowie den Schutz kritischer Infrastrukturen mit. Für IT-Sicherheitsverantwortliche steht die Digital-Networking-Security-(DNS)-Konferenz im Zentrum.

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Foto: Schuchrat Kurbanov/©MESSE ESSEN GmbH

Auf der Security Essen erwartet Fachbesucher neben der Ausstellung ein breit aufgestelltes Konferenz- und Forenprogramm. Die Nachfrage seitens der Aussteller war im Vorfeld hoch – einzelne Hallen seien bereits früh ausgebucht gewesen. Das thematische Spektrum reicht von mechanischen Sicherungssystemen und Videoüberwachung über Brandschutz bis zu Cybersecurity und vernetzten Sicherheitslösungen.

Für IT-Sicherheitsverantwortliche aus dem Bereich Cybersicherheit dürfte allerdings vor allem das Rahmenprogramm den Besuch lohnen: Konferenzen, Thementage und Fachforen adressieren aktuelle Herausforderungen – darunter KI-gestützte Angriffe, regulatorische Anforderungen und der Schutz kritischer Infrastrukturen. Die meisten Veranstaltungen sind den Angaben des Veranstalters zufolge im Messeticket enthalten.

DNS-Konferenz: Cyberabwehr, KI und Einblicke ins Darknet

Für Experten aus dem Bereich Cybersicherheit dürfte die DNS-Konferenz am 22. und 23. September das zentrale Programmelement sein. Dort diskutieren Fachleute aus Wirtschaft, Forschung und Behörden über aktuelle Bedrohungslagen und Strategien für eine sichere digitale Zukunft. Auf der Agenda stehen unter anderem Cyberabwehr, Netzwerksicherheit und künstliche Intelligenz (KI).

Ferner geht es um Einblicke ins Darknet sowie Phänomene wie Doxing – also das gezielte Zusammentragen und Veröffentlichen personenbezogener Daten, das zunehmend als Waffe gegen Einzelpersonen und Organisationen eingesetzt wird.

Die zweitägige Konferenz beginnt mit einer Hacking-Keynote von Sebastian Schreiber und steigt dann direkt in eines der drängendsten Themen ein: das Kräftemessen zwischen KI-gestütztem Angriff und KI-gestützter Verteidigung – von automatisierten Phishing-Kampagnen und Deepfakes bis hin zum Konzept der „Human Firewall“.

Dass Technologie und Regulierung dabei zunehmend verschränkt sind, macht der Vortrag von Igor Sturm (AWADO GmbH) zu NIS-2 und dem KRITIS-Dachgesetz deutlich, während Philipp Frenzel und Merlin Stottmeister von der Bechtle AG das Publikum auf eine geführte Tour durch das Darknet mitnehmen. Weitere Vorträge widmen sich der schnellen Wiederherstellung nach Cyberangriffen und dem gezielten Einsatz von Honeypot-Strategien.

Am zweiten Tag rücken Themen in den Vordergrund, die über klassische IT-Sicherheit hinausreichen: Mirko Ross (asvin GmbH) durchspielt Szenarien, in denen autonom handelnde KI-Agenten aus ihren Sicherheitsgrenzen ausbrechen, Florian Oelmaier (IS4IT) hinterfragt Europas digitale Souveränität, und Dr. Aleksandra Sowa vergleicht die wachsende Zahl an Meldepflichten.

Die letzten Vorträge schlagen die Brücke zurück in den operativen Alltag – mit KI-Herausforderungen im Access Management und einem neuen Modell, das klassische Awareness-Schulungen durch realistische Angriffsszenarien ersetzen soll.

Ergänzend dazu bietet das „security experts forum“ an allen vier Messetagen praxisorientierte Vorträge, in denen Fachleute Trends, Lösungen und Best Practices aus sämtlichen Bereichen der Sicherheitswirtschaft präsentieren. Die Messe Essen beschreibt das Forum als Plattform für kontinuierlichen Wissenstransfer.

Drohnen, Banken und der Schutz kritischer Infrastrukturen

Neben der digitalen Sicherheit widmet sich die Security Essen auch physischen Bedrohungsszenarien. Die Europäische Drohnen-Fachtagung am 23. und 24. September behandelt den Veranstaltern zufolge die Chancen und Herausforderungen unbemannter Systeme im Sicherheitsumfeld.

Internationale Experten präsentieren hier aktuelle Anwendungen und künftige Entwicklungen dieser Technologie. Gerade die Schnittstelle zwischen Drohnentechnologie und Cybersicherheit – etwa bei der Absicherung von Steuerungssystemen oder der Abwehr unerlaubter Drohnenflüge – macht das Thema auch für IT-Sicherheitsverantwortliche relevant.

Gezielt an die Finanzwirtschaft richtet sich der Tag der Banken und Sparkassen am 24. September. Im Mittelpunkt stehen hier aktuelle Anforderungen an den Schutz von Filialen, Geldautomaten und Mietfachanlagen. Angesichts steigender Bedrohungen und wachsender Sicherheitsanforderungen soll die Veranstaltung Impulse für Banken, Sparkassen und Finanzdienstleister liefern.

Parallel zur Messe startet am 22. September die DNS-Konferenz, die bis zum 23. September aktuelle Entwicklungen der digitalen Sicherheit beleuchtet.

Impression Messe Essen
Foto: Schuchrat Kurbanov/©MESSE ESSEN GmbH

Nachwuchs und Blaulichtorganisationen im Fokus

Bereits am ersten Messetag, dem 22. September, setzt die Security Essen zwei weitere thematische Schwerpunkte. Der Tag der Aus- und Weiterbildung ermöglicht jungen Menschen praxisnahe Einblicke in Berufsbilder der Sicherheitswirtschaft. Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Verbände informieren über Karrierewege, Qualifizierungsangebote und Perspektiven – mit der Chance, direkt mit potenziellen Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen. Angesichts des Fachkräftemangels, der auch den Bereich Cybersicherheit trifft, sei dieses Format ein gezielter Versuch der Branche, den Nachwuchs frühzeitig anzusprechen, so der Veranstalter.

Ebenfalls am 22. September steht der Tag der Blaulichtorganisationen auf dem Programm. Vertreter von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten sowie weiterer Einsatzkräfte erhalten dort Einblicke in aktuelle Einsatzszenarien, neue Technologien und organisationsübergreifende Zusammenarbeit.

Premiere: Verteidigungsmesse EUDEX

Zudem setzt die Messe dieses Jahr strategisch einen neuen Akzent: Erstmals läuft zeitgleich zur Security die Euro Defence Expo (EUDEX), eine Fachmesse für die Verteidigungsindustrie. Dabei verbindet ein gemeinsamer Ausstellungsbereich zu Bevölkerungsschutz und ziviler Verteidigung beide Veranstaltungen inhaltlich. So sollen neue Schnittstellen zwischen ziviler Sicherheit, Verteidigung, Behörden sowie Streitkräften entstehen und damit ein erweitertes Netzwerk für Entscheider aus beiden Welten.

Zusätzliche internationale Aufmerksamkeit dürfte die zeitgleich tagende Jahreskonferenz des NATO Joint Air Power Competence Centre (JAPCC) bringen, zu der hochrangige Militärvertreter erwartet werden. Für die EUDEX ist allerdings ein separates Messeticket erforderlich.

Tickets und Öffnungszeiten

Tickets für die Security Essen 2026 gibt es online unter www.security-essen.de. Eine Tageskarte kostet 49 Euro. Die Messe öffnet von Dienstag bis Donnerstag jeweils von 9 bis 18 Uhr und am Freitag von 9 bis 16 Uhr.  (sf)

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