Hat Ihre Schwachstellenmanagement-Plattform diese 5 Angriffsvektoren im Blick?
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Hand aufs Herz: Wie sicher sind Sie, dass Sie bereits alle – extern erreichbaren – Angriffsvektoren in Ihrer Organisation überwachen? Da Sie diesen Artikel lesen, gehen wir davon aus, dass Sie daran interessiert sind, die Anzahl möglicher blinder Flecken in Ihrer Angriffsfläche zu verringern. Denn ein vollständiges Bild Ihrer Angriffsfläche und der darin verborgenen Schwachstellen gibt Ihnen die Option, relevante und kritische Schwachstellen entsprechend zu priorisieren und zu beheben. Dafür haben wir Ihnen fünf Bereiche Ihrer IT-Infrastruktur aufgelistet, die Ihre Schwachstellenmanagement-Plattform in Zukunft auch abdecken sollte.
1. Schwachstellen in Ihrer Active Directory-Kette
Wenn Cyberkriminelle heute ein einziges Konto in Ihrem Netzwerk übernehmen könnten, wie weit würden sie kommen?
Für die meisten Organisationen entscheidet das Active Directory darüber, wer auf was zugreifen darf. Für Angreifer ist es auch der beliebteste Weg, mit einem einzelnen kompromittierten Konto die gesamte Domäne zu kontrollieren. Fehlkonfigurationen in Kerberos, gefährliche Delegierung von Berechtigungen, schwache oder mehrfach verwendete Passwörter für Benutzer- oder Dienstkonten sowie Certificate Service Abuse in Active Directory Certificate Services, ADCS. Dabei handelt es sich um Konfigurationsfehler und nicht um fehlende Patches, weshalb eine rein patchorientierte Prüfung sie daher nicht findet und sie zwischen Audits unbemerkt bleiben
Hybride Umgebungen, bei denen on-Prem AD-Identitäten weiterhin über Entra Connect aus dem lokalen Active Directory in die Cloud synchronisiert werden, sind von solchen Konfigurationsfehlern betroffen. Genau deshalb sollten solche Bereiche auch Bestandteil Ihres regelmäßigen Schwachstellen-Scans sein.
2. Operational Technology und SCADA
Wissen Sie, wie viel OT sich in Ihrem Netzwerk befindet?
In der Fertigung, bei Versorgungsunternehmen und in der Energiewirtschaft laufen physische Prozesse auf speicherprogrammierbaren Steuerungen, Remote Terminal Units und den darüber liegenden SCADA-Systemen. Wenn diese Systeme kompromittiert werden, geht es nicht nur um gestohlene Daten. Es kann bedeuten, dass eine Produktionslinie stillsteht oder die Wasserversorgung unterbrochen wird. NIS2 und das NIS2UmsuCG (NIS-2-Umsetzungsgesetz) nimmen viele dieser Sektoren in den Anwendungsbereich auf, verbunden mit der Pflicht, dieses Risiko zu bewerten und zu steuern.
Doch die meisten Organisationen, die nicht unter NIS2 fallen, sind von den Schwachstellen, die OT-Geräte haben nicht unbetroffen und haben oft mehr OT, als ihnen bewusst ist. Gebäudeleittechnik, Zutrittsleser, Videoüberwachung und Notstromversorgung zählen ebenfalls dazu, und sie hängen unverwaltet und selten geprüft im Netzwerk. Diese Geräte sind außerdem empfindlich gegenüber klassischen Scan-Methoden. Deshalb lassen viele Schwachstellenmanagement-Tools sie aus und viele Teams überprüfen sie gar nicht erst. Dann sollten Sie sich nach einer Schwachstellenmanagement-Lösung umsehen, die diese Assets auch überprüfen und bewerten kann, sodass deren Betrieb nicht gestört wird.
3. Standardpasswörter
Könnten Sie jedes Gerät in Ihrem Netzwerk benennen und bestätigen, dass keines noch das Passwort nutzt, mit dem es ausgeliefert wurde?
Standardanmeldedaten sind einer der zuverlässigsten Wege in ein Netzwerk, und sie verstecken sich auf den Geräten, deren Existenz Sie bereits vergessen haben: Netzwerktechnik, die vor Jahren eingerichtet wurde, Management-Controller in Servern, IP-Kameras, Zutrittsleser und OT-Geräte, bei denen die Anmeldedaten nie geändert wurden oder sich manchmal nicht ändern lassen.
Diese Anmeldedaten sind öffentlich bekannt. Sie stehen in Herstellerhandbüchern und sind ein fester Bestandteil der Werkzeugkästen von Cyberkriminellen. Daher sollte Ihre Schwachstellenmanagement-Plattform Standardpasswörter bei Scanläufen auch überprüfen. Jedes Gerät wird zuerst identifiziert und dann ausschließlich gegen seine eigenen bekannten Standardpasswörter getestet. So bleibt das Risiko von Kontosperrungen gering.
4. Software am Ende des Lebenszyklus
Wenn ein Hersteller den Support für ein Produkt einstellt, würden Sie überhaupt merken, dass es irgendwo noch läuft?
End-of-Life-Software ist das Risiko, das in Ihrer heutigen Übersicht am wahrscheinlichsten fehlt. Wenn ein Hersteller den Support für ein Produkt beendet, erhält diese Version keine Sicherheitsupdates mehr. Und weil eine End-of-Life-Meldung einen Supportstatus und nicht einen einzelnen Fehler beschreibt, trägt sie keine eigene CVE. Eine CVE-basierte Prüfung kann sie daher vollständig übersehen.
Eine leistungsfähige Schwachstellenmanagement-Plattform meldet Ihnen auch solche Schwachstellen als eigenständige Risiken. Im besten Fall gleich, die betroffenen Versionen und Termine, die Folgen des Betriebs nicht unterstützter Software und den empfohlenen Upgrade-Pfad, sodass die Remediation schnellstmöglich erfolgen kann.
5. Phishing-Risiko
Wenn morgen eine verführerische E-Mail Ihre Mitarbeitenden erreicht, wie viele würden klicken?
Die meisten Sicherheitsvorfälle beginnen bei einem Menschen und nicht bei einem technischen Fehler. Die “Schwachstelle Mensch” gehört ebenfalls in Ihr Risiko-Assesment.
Realistische Phishing-Simulationen zeigen Ihnen am besten, wie anfällig Ihre Mitarbeitenden tatsächlich sind. In Verbindung mit gezielten Awareness-Schulungen wird so aus einer Unbekannten etwas, das Sie messbar verbessern können.
Das vollständige Bild

Keiner dieser fünf Punkte wird für Sie überraschend gewesen sein, aber sie sind Bestandteile einer realen Angriffsfläche, die außerhalb des klassischen Schwachstellen-Modells aus Patches und CVEs liegen. Die Schwachstellenmanagement-Plattform von Holm Security hilft Ihnen dabei, alle fünf Bereiche – und noch viele weitere – in einer einzigen Lösung abzudecken.
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