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Strategien für eine optimierte Cyberresilienz: : Warum CISOs neu denken müssen

Wenn in der IT-Sicherheit alles ruhig scheint, wird es gefährlich. Gerade erfolgreiche Sicherheitsarbeit führt oft dazu, dass Risiken unterschätzt werden. Für Chief Information Security Officers (CISOs) entsteht daraus ein permanenter Spagat zwischen Wachsamkeit, Performance und strategischer Weitsicht.

3 Min. Lesezeit
Chief Information Security Officer in der Zukunft
Foto: ©AdobeStock/Li

In der Welt der IT-Sicherheit gelten ausbleibende Vorfälle als Erfolg. Doch genau dieser Erfolg kann trügerisch sein. Wenn Angriffe ausbleiben, geraten Aufwand, Prozesse und strategische Entscheidungen leicht in Vergessenheit. Die Folge ist nachlassende Wachsamkeit, sowohl im Management als auch in den Fachabteilungen. Dabei müssen CISOs parallel regulatorische Anforderungen erfüllen, Erwartungen des Vorstands managen, Kundenvertrauen sichern und auf dynamische Marktveränderungen reagieren. Jede neue technologische Entwicklung verschärft diesen Balanceakt zusätzlich.

Kompromiss zwischen Sicherheit und Performance

„Schützen Sie meine Daten, aber stellen Sie sicher, dass alles jederzeit verfügbar ist.“ Diese Forderung prägt den Alltag vieler CISOs. Daten sind längst das Fundament geschäftskritischer Prozesse, insbesondere im Umfeld künstlicher Intelligenz, in dem extrem geringe Latenzen entscheidend sind. Klassische Sicherheitsarchitekturen stoßen hier an ihre Grenzen. Technische Altlasten, komplexe Upgrades und messbare Performanceverluste machen sie zunehmend unattraktiv. In Branchen wie dem Finanzsektor, in denen Reaktionszeiten im Nanosekundenbereich über Wettbewerbsvorteile entscheiden, ist Sicherheit ohne Leistungseinbußen kein Wunsch, sondern eine Notwendigkeit.

IoT-Sicherheit umgeht etablierte Kontrollmechanismen

Die rasante Verbreitung von IoT-Geräten verschärft die Lage. Viele dieser Systeme lassen sich kaum patchen, sind nicht in Asset-Management-Prozesse integriert und verfügen über minimale Sicherheitsfunktionen. Häufig steht Benutzerfreundlichkeit über Sicherheit. Konferenzsysteme, Zutrittslösungen, Drucker oder sogar vernetzte Haushaltsgeräte werden Teil von Unternehmensnetzen, ohne angemessen abgesichert zu sein. CISOs sind dabei auf die Transparenz und Zuverlässigkeit der Hersteller angewiesen, was Risiken weiter erhöht.

Nicht alle Compliance-Strategien sind sicher

Compliance wird häufig mit Sicherheit verwechselt. Ein vollständig erfüllter Compliance-Bericht vermittelt dem Vorstand das Gefühl, alles sei unter Kontrolle. Für CISOs kann dies problematisch werden, wenn zusätzliche Investitionen notwendig sind. Compliance bildet immer nur eine Momentaufnahme ab. Neue Bedrohungen entstehen kontinuierlich, Angreifer lassen sich von Zertifikaten nicht abschrecken. Ein Unternehmen kann regelkonform sein und dennoch verwundbar bleiben. Sicherheit erfordert dauerhafte Anpassung, nicht nur das Abhaken von Vorgaben.

Staatlich finanzierte Gruppen agieren langfristig

Besonders herausfordernd sind Angriffe staatlich unterstützter Gruppen. Diese verfügen über Zeit, Geld und Geduld, um hochspezialisierte Angriffstechniken zu entwickeln. Finanzinstitute und kritische Infrastrukturen stehen dabei im Fokus, ebenso der Kryptomarkt mit seinem Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Sicherheitsteams müssen Schwachstellen erkennen und schließen, bevor Angreifer sie ausnutzen, ein Wettlauf gegen die Zeit.

Vorbereitung auf den unvermeidlichen Angriff

CISOs wissen, dass hundertprozentige Sicherheit nicht existiert. Entscheidend ist daher die Fähigkeit zur schnellen Erkennung, klaren Kommunikation und kontrollierten Wiederherstellung. Notfallpläne müssen auch unter extremem Stress funktionieren. Übungen mit realistischen Szenarien sind unverzichtbar, ebenso klare Entscheidungswege. Interne Konflikte oder unklare Zuständigkeiten kosten im Ernstfall wertvolle Minuten. Technische Maßnahmen wie unveränderliche Datensicherungen schaffen zusätzliche Stabilität.

Stack und Strategie des modernen CISO

Viele etablierte Sicherheitslösungen wurden für eine andere IT-Welt entwickelt. Klassische Data-Loss-Prevention-Systeme gelten als komplex und schwerfällig. Gefragt sind stattdessen moderne Datenspeicherplattformen mit integrierter Resilienz. Dazu zählen unveränderliche Backups, mehrstufige Backup-Architekturen mit von der Betriebsinfrastruktur isolierten „Datenbunkern“, konsequente Verschlüsselung sensibler Informationen, sowie Anomalie-Erkennung in Verbindung mit Mikrosegmentierung und streng rollenbasierten Zugriffskonzepten. Diese Maßnahmen reduzieren Abhängigkeiten und erhöhen die Widerstandsfähigkeit nachhaltig.

Moderne Datenspeicherplattformen als Sicherheitsanker

CISOs tragen Verantwortung für Resilienz, Datenschutz und Vertrauen – branchenübergreifend und weltweit. Um dieser Rolle gerecht zu werden, müssen sie frühzeitig in strategische Technologieentscheidungen eingebunden sein. Moderne Datenspeicherplattformen mit mehrstufigem Ransomware-Schutz und intelligenter Betriebsunterstützung leisten dabei einen zentralen Beitrag, nicht als Allheilmittel, sondern als stabiler Kern einer zeitgemäßen Cyberresilienz-Strategie.

Quelle: Pure Strorage

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