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Cybergefahren 2025: IT-Ausfälle, KI-Angriffe und Lieferketten-Risiken

Cybersicherheitsexperten haben für 2025 zunehmende IT-Ausfälle, gezielte KI-Angriffe und massive Störungen der Lieferketten vorhergesagt. Die Schwachstellen reichen von KI-Prozessoren bis hin zu Satelliteninternet – mit globalen Auswirkungen auf Kommunikation und Wirtschaft.

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Cybergefahren 2025
Foto: ©AdobeStock/Tetiana

Die Cybersicherheitsexperten von Kaspersky haben im aktuellen Security Bulletin (KSB) schwerwiegende Angriffe auf Lieferketten und IT-Ausfälle aus dem Jahr 2024 analysiert. Diese Vorfälle verdeutlichen, dass IT-Ausfälle und Angriffe auf Lieferketten zu den größten Herausforderungen der Cybersicherheit gehören. Beispiele wie ein fehlerhaftes Update von CrowdStrike, das weltweit Flugausfälle und Zahlungsprobleme verursachte, oder die unbemerkte XZ-Backdoor, die sensible Daten aus weitverbreiteten Tools abgriff, zeigen, wie wichtig strenge Sicherheitsmaßnahmen, robuste Update-Strategien und proaktive Abwehrmechanismen sind. Das KSB wirft zudem einen Blick auf mögliche zukünftige Bedrohungsszenarien:

1. Sicherheitsvorfälle bei führenden KI-Anbietern

Die Abhängigkeit von großen KI-Dienstleistern wie OpenAI oder Meta birgt Risiken: Kritische Ausfälle oder Datenlecks könnten Tausende Dienste beeinträchtigen, die auf diesen Systemen basieren.

2. Missbrauch von KI-Funktionen als Angriffsvektor

Angriffe wie die „Operation Triangulation“ zeigen, wie Schwachstellen in Systemsoftware für Spionage genutzt werden. Zukünftig könnten ähnliche Schwachstellen in KI-Prozessoren entdeckt werden, die größere Angriffe ermöglichen.

3 Cyberangriffe auf Satelliteninternet-Anbieter

Satelliteninternet ist zentral für globale Kommunikation, insbesondere in Krisen. Angriffe auf diese Systeme könnten weitreichende Internetausfälle und Kommunikationsstörungen verursachen.

4. Physische Bedrohungen für die Internetinfrastruktur

Unterseekabel und Internet-Knotenpunkte sind kritische Komponenten der globalen Konnektivität. Bereits kleine physische Störungen könnten Ausfälle und Überlastungen nach sich ziehen.

5. Schwachstellen in Windows und Linux

Diese Betriebssysteme sind das Fundament zahlreicher Systeme. Eine ausnutzbare Kernel-Schwachstelle könnte weltweit Lieferketten, IoT-Geräte und Produktionsanlagen gefährden.

„Das Bewusstsein für Risiken in der Lieferkette ist der erste Schritt zur Prävention“, erklärt Igor Kuznetsov, Direktor des Global Research & Analysis Teams (GReAT) bei Kaspersky. „Durch strenge Update-Tests, KI-gestützte Anomalieerkennung und Diversifizierung von Anbietern können Unternehmen ihre Resilienz stärken. Eine verantwortungsvolle Sicherheitskultur bei den Mitarbeitern bleibt dabei der Schlüssel zur Cybersicherheit.“

 

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