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Olympische Spiele 2024 ein Dorado für Cyberkriminelle?

Cyberkriminelle sind immer auf der Suche nach neuen Angriffsmethoden, besonders bei großen Ereignissen wie den Olympischen Spielen. Indem Sie sich bewusst sind und bewährte Sicherheitspraktiken anwenden, können Sie das Risiko von Cyberkriminalität deutlich reduzieren.

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Foto: ©AdobeStock/fottoo

Die Olympischen Sommerspiele 2024 in Paris und 16 weiteren französischen Städten bringen erhebliche Cybersicherheitsrisiken für Athleten, Organisatoren und Zuschauer mit sich. Laut einem Microsoft-Bericht bieten solche vernetzten Sportereignisse und die vielen digitalen Transaktionen ideale Bedingungen für Cyberangriffe, wodurch das Cyberrisiko stark ansteigt.

In den letzten Jahren haben Cyberangriffe auf große Sportereignisse zugenommen. Letzten Monat wurde das X-Konto der französischen Sportministerin Amélie Oudéa-Castéra gehackt. Große Menschenmengen, umfangreiche Medienberichterstattung und kritische Infrastruktur machen solche Veranstaltungen zu attraktiven Zielen für Angreifer, die den Betrieb stören, Daten stehlen oder Chaos verursachen wollen. Diese Bedrohungen betreffen nicht nur Teilnehmer vor Ort, sondern auch Fans, die Opfer von Phishing-Angriffen werden können.

Egal, ob Sie an den Olympischen Spielen teilnehmen oder sie von zu Hause aus verfolgen, Keeper Security hat die Cybersecurity-Bedrohungen identifiziert und gibt Ratschläge, wie sich alle an dem Mega-Sport-Event Beteiligten und Interessierten sich und Ihre digitalen Ressourcen schützen können.

1. Vorsicht vor Phishing-Betrug: Cyberkriminelle verwenden seit langem Phishing-Betrügereien, um persönliche Daten über E-Mails oder Textnachrichten zu stehlen. Während der Olympischen Spiele können diese Betrügereien den Anschein erwecken, von offiziellen Quellen zu stammen und versprechen exklusiven Zugang zu Eintrittskarten oder kostenlosen Live-Streams. Es ist wichtig, keine Anhänge zu öffnen oder auf Links aus unbekannten Quellen zu klicken, um Phishing-Angriffen vorzubeugen. Halten Sie Ausschau nach verdächtigen Anfragen und seien Sie vorsichtig bei Geldüberweisungen oder Preisversprechen von unbekannten Absendern.

2. Schützen Sie alle Ihre Konten: Beim Einrichten von Konten für Spiele-Streams, Nachrichtenverfolgung oder Wetten ist es verlockend, leicht zu merkende Passwörter zu verwenden. Stattdessen sollten Sie für jedes Konto einzigartige, hochsichere Passwörter verwenden, die mindestens 16 Zeichen lang sind und eine Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen enthalten. Vermeiden Sie leicht zu erratende Informationen wie Haustiernamen oder Geburtsdaten. Ein Passwort-Manager kann Ihnen helfen, sichere Passwörter zu erstellen und zu speichern, während die Einführung von Multi-Faktor-Authentifizierung zusätzliche Sicherheit bietet.

3. Überlegen Sie zweimal, bevor Sie kostenlos streamen: Vermeiden Sie riskante Websites und Apps, die möglicherweise illegale Streams oder Malware enthalten.

4. Achten Sie auf gefälschte Eintrittskarten: Fans, die die Spiele besuchen möchten, müssen aufpassen, dass sie keine gefälschten Tickets kaufen. Betrüger imitieren offizielle Ticketverkaufsplattformen und bieten Tickets an, die entweder nicht existieren oder zu überhöhten Preisen verkauft werden. Kaufen Sie Tickets nur bei seriösen Anbietern mit sicheren Zahlungssystemen und Regressansprüchen, falls die Tickets nicht gültig sind. Seien Sie auch vorsichtig bei Gewinnspielen während der Spiele, da Betrüger oft Geld oder persönliche Daten sammeln und dann verschwinden, ohne die versprochenen Preise auszuzahlen.

5. Vermeiden Sie öffentliche WiFi- und Ladestationen: Öffentliche WLAN-Netzwerke sind ein beliebtes Ziel für Cyberkriminelle und sollten nicht für den Versand sensibler Daten genutzt werden, da sie anfällig für MITM-Angriffe sind. Da sich jeder in diese Netzwerke einloggen kann, besteht die Gefahr, dass Ihre Online-Aktivitäten überwacht oder abgefangen werden. Vermeiden Sie auch öffentliche USB-Ladestationen, da sie von Cyberkriminellen genutzt werden können, um Malware auf Ihre Geräte zu spielen.

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