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Cyber-Attacken auf die Automobilindustrie in Deutschland nehmen zu

Immer mehr Autos sind mit dem Internet verbunden – damit steigt auch das Risiko, Ziel eines Hacker-Angriffs zu werden. Dass Hacker ein Auto aus der Ferne übernehmen, ist technisch bereits möglich. Jedoch haben Cyber-Bedroher nicht nur einzelne Autos im Fokus, sondern führen gezielte und strategische Cyberspionage-Angriffe gegen die gesamte Automobilindustrie inklusive der Zulieferer durch, um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen.

FireEye hat in den vergangen Jahren zahlreiche Vorfälle beobachtet, in denen es Bedrohern – hauptsächlich aus China – gelang, in die Automobilindustrie einzudringen. Weitere Aktivitäten auf die Automobilindustrie wurden von Bedrohern aus Nordkorea und Vietnam beobachtet. Die Motive, die Automobilindustrie zu attackieren, können unterschiedlicher Natur sein:

 

• Angriffe auf Zulieferer und die Lieferkette:

Automobilhersteller arbeiten eng mit Zulieferern zusammen, bei denen es sich oft um mittelständische Unternehmen handelt. Kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs) in Lieferketten werden ins Visier genommen, da sie als leichteres Ziel für Cyber-Bedroher angesehen werden. Auch lassen sich über die Zulieferer oder Einkaufsportale Wege finden, um auf die Netzwerke der Hersteller – die eigentlichen Ziele - zuzugreifen. Ob direkter oder indirekter Angriff - Ziel kann sein, sensible Daten zu stehlen, Fertigungsprozesse zu unterbrechen oder fahrzeugbasierte Computersysteme zu beeinträchtigen.

 

• Cyber-Spionage zum Wettbewerbsvorteil:

Um sich einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, hat FireEye besonders auch im Umfeld der Automobilindustrie häufig Akteure aus China beobachtet, die – staatlich gefördert – darauf abzielen, Informationen wie Forschungs-, Entwicklungs- und geistiges Eigentum zu erlangen.

 

• Angriffe auf Connected Cars:

Schlüssellose Zentralverriegelung wird zunehmend zum Standard – und bietet ein Einfallstor für Kriminelle. Nicht nur, um sich unbefugten Zugang zu Fahrzeugen zu verschaffen, sondern auch um Fahrzeuge mit dem Ziel Lösegeld zu erpressen stillzulegen.

 

• Risiken für autonomes Fahren:

Autonomes Fahren ist noch nicht serienreif. Dennoch warnen Forscher bereits davor, mit manipulierten Fahrzeugsensoren Systeme wie die Erkennung von Verkehrszeichen außer Betrieb setzen zu können. Ganz abgesehen davon, dass es in überwachten Versuchen bereits gelungen ist, die Steuerung autonomer Fahrzeuge zu übernehmen. Dieses Szenario ist aufgrund der technischen Komplexität sehr gering, um in großem Umfang durchgeführt zu werden. Jedoch können Cyber-Bedroher Interesse an Forschungsergebnissen auf diesem Gebiet haben.

(Foto: Jacky/Fotolia)

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